Marmaris

marmaris

Marmaris liegt an der Stelle, wo sich das ägäische Meer mit dem Mittelmeer vereinigt. Diese geschichtsträchtige Region war Heimat zahlreicher Kulturen und ist mit einer wunderschönen Natur gesegnet. Einzigartig wird diese Gegend noch wegen einiger anderer Besonderheiten: der grosse Anzahl traumhafter Buchten, die den langen Küstenabschnitt säumen; des natürlichen Hafens und der modernen Marinas der Stadt, die Ausgangspunkt für die Routen der „Blauen Reise” sind; des reichhaltigen Angebots an Wassersportaktivitäten.

Marmaris ist eine der bedeutendsten türkischen Urlaubsdestinationen mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Wenn in den Sommermonaten die Einwohnerzahl der Region steigt, erwacht Marmaris scheinbar aus seinem Dornröschenschlaf und verwandelt sich in einen pulsierenden Ferienort. Marmar s bietet neben den Stränden im Stadtgebiet zahlreiche stille Buchten mit kristallklarem Wasser, die über Land oder zu Wasser zu erreichen sind.

Das antike Marmaris trug den Namen Physkos und war eine der bedeutendsten Hafenstädte Kariens. In der hellenischen Epoche geriet die Stadt zunächst unter die Herrschaft der Seleukiden, später eroberten sie die Römer. Mit der Teilung des Römischen Reiches übernahm Byzanz die Herrschaft über Karien, bis im 13. Jahrhundert das Beylik der Menteschen die Region eroberte, das dann aber im Jahre 1522 dem osmanischen Sultan Süleyman dem Prächtigen unterlag und ihm als Stützpunkt bei seinem berühmten Feldzug gegen Rodos diente.

Das Gebiet war von 1919 - 1921 von den Italienern besetzt. Nach der Gründung der Türkischen Republik und bis in die 1980er Jahre war die Stadt ein kleiner Ort mit Fischern und Schwammtauchern. Zu den antiken Städten, die sich im Einzugsgebiet von Marmaris befi nden, gehören Amos (Hisarönü-Turunç), Bybassos (Hisarönü), Kastabos (Hisarönü), Syma (Bayır Köyü), Larymna (Bozburun), Thyssanos (Söğüt), Phoenix (Taşlıca), Loryma (Bozukkale), Kasara (Serçe Limanı), Kedrai (Sedir Adası), Euthena und Amnistos (Karacasöğüt).

Aufgrund des mediterranen Klimas ist sogar im Winter das Baden im Meer möglich. Das Bild der natürlichen Landschaft von Marmaris wird geprägt von hohen und dichten Gebirgszügen, die das Gebiet umgeben, sowie von Wäldern mit Pinienbäumen, den weltweit äusserst seltenen Amberbäumen (Liquidamber Orientales) und den grossblättrigen Platanenbäumen.

Als besondere Sehenswürdigkeit ist die Burg von Marmaris zu nennen. Das Gebäude dient heute als Archäologisches Museum. Ihre Erbauung wird den Ioniern zugeschrieben. Durch die von den Osmanen vorgenommenen Umbauten im Jahre 1522 erhielt sie ihr heutiges Erscheinungsbild. Nachdem 1923 die Republik ausgerufen wurde, gab man sie zunächst zur Besiedlung frei; zwischen den Jahren 1980 - 1990 wurde sie dann aber restauriert. Im Zuge dieser Restaurationsarbeiten wurde das Museum eingerichtet.

Es zeigt insbesondere Funde aus Ausgrabungsstätten der Umgebung, Gegenstände, wie Amphoren aus Unterwassergrabungen vor Knidos, Burgaz und Hisarönü, sowie verschiedene völkerkundliche Exponate. Von den osmanischen Bauwerken der Stadt sind insbesondere das Taşhan-Gästehaus (1552), die Kemerli-Brücke (1552), die İbrahim Ağa Moschee (1789), die Sarıana Türbe, die Hafi ze Sultan Karawanserei (1545) und der noch heute als Einkaufsmeile verwendete überdachte historische Basar zu nennen.

Im Zentrum und in der Umgebung von Marmaris fi nden Sie zahlreiche Lokale und Kneipen für jeden Geschmack. Gegen Mitternacht können Sie mit einem Boot zu einer Mondscheintour in See stechen oder in einem der zahlreichen Lokale, die sich entlang der Küste bis nach İçmeler erstrecken, den Sonnenuntergang beobachten und nach Einbruch der Dunkelheit den Ausblick auf die schillernden Lichter der Stadt geniessen. Der Hauptjachthafen im Ortskern von Marmaris, die Netsel Marina, ist einer der grössten und am modernsten ausgerüsteten Jachthäfen der Türkei. Er bietet den Jachtbesitzern alle möglichen Dienstleistungen. Am Kai zwischen der Marina und dem Stadtkern machen die Boote fest, mit denen Sie zur „Blauen Reise“, der Bootstour durch die Schönheiten der südlichen Ägäis, aufbrechen können.

Wenn Sie vom Jachthafen aus dem Venedig-Flüsschen folgen, gelangen Sie auf die Barstrasse, wo Bars und Diskotheken für jeden Musikgeschmack aneinandergereiht sind. Dort können Sie bis zum Morgengrauen ausgelassen feiern. In den Lokalen und Bars, die den Kai säumen, können Sie sich jede Art von Meeresfrüchten und Spezialitäten der Region schmecken lassen.

Die Ausfl ugsboote am Anlegekai im Ortszentrum erfreuen sich eines grossen Interesses. Denn sie fahren Sie zu den Inseln der Umgebung, wie der Paradiesinsel (Nimara-Höhle), der Phosphorhöhle, der Bedir-Insel, der Blauen Höhle, sowie zu den Buchten Turunç, Kumlubük, Çiftlik und Ada. Zu den wichtigen Stationen auf der „Blauen Reise“ zählen überdies Bördübet, Okluk, der Englische Hafen, Longöz und die Sieben Inseln in der Bucht von Gökova sowie der Hisarönü-Hafen, Orhaniye, Selimiye, Bozburun und der Söğüt- Hafen an der Küste von Hisarönü und das am Ende der Halbinsel gelegene Bozukbükü.

Was Sie unbedingt tun sollten Bevor Sie nicht…
- die „Blaue Reise“ mit einer Jacht oder einem Gulet unternommen,
- wunderschöne Orte in der Umgebung von Marmaris, wie Turunç, die Paradiesinsel, Bozburun, den Turgut-Wasserfall, Yalancı-Boğazı und Günnücek, gesehen,
- dem Museum von Marmaris einen Besuch abgestattet,
- in Marmaris Tarhana oder Sura gekostet,
- die antiken Stätten besucht haben,
sollten Sie Marmaris auf keinen Fall den Rücken kehren.