Kemer Der Kustenort Olympos

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Ein weiterer Ort im Einzugsgebiet von Kemer, den Sie unbedingt besuchen sollten, ist Olympos. Mit seiner bezaubernden Küste, den aufregenden antiken Überresten, dem seit Jahrtausenden brennenden Feuer, dem immergrünen Pinienwald und den eigentümlichen Baum- und Holzhauspensionen ist Olympos ein bestens geeigneter Ort, um die Natur zu geniessen. So ist Olympos auch eine der schönsten Stationen auf den in Kemer beginnenden Bootsrouten. Wegen seiner im Herzen der Natur gelegenen authentischen Unterkünfte ist Olympos bei naturverbundenen Besuchern einer der beliebtesten Urlaubsorte der Region.

Der Strand von Olympos zieht wegen seiner atemberaubenden Schönheit nicht nur zahlreiche Besucher an, auch die grossen Schildkröten mit dem lateinischen Namen Caretta Caretta sind seinem Charme erlegen. Deshalb steht dieser Küstenabschnitt, der einer der seltenen Brutgebiete dieser Schildkrötenart ist, unter besonderem Schutz. Die mit Oleander und Lorbeerbäumen geschmückte und an Ruinen aus vergangener Zeit reiche Küste von Olympos liegt etwa 35 Kilometer von Kemer entfernt.

Wenn Sie von Kemer aus der Küstenstrasse in Richtung Westen folgen und bis zum Dorf Ulupınar fahren, erreichen Sie über einen Waldweg diesen Ort. Die antike Stadt Olympos, die südlich von Phaselis in der Nähe des Dorfes Çıralı liegt, war einst eine der führenden Städte des Lykischen Bundes. Wie die Nachbarstadt Phaselis war auch Olympos im 2. Jahrhundert v. Chr. wegen seiner attraktiven Lage bei Seeräubern äusserst beliebt und musste sich immer wieder gegen Angriffe und Belagerungen wehren. Im Jahre 78 v. Chr. haben dann die Römer die Stadt endgültig unter ihren Schutz gestellt.

Olympos erlangte unter den Römern wegen des Kultes um Hephaistos, den Gott der Schmiedekunst und des Feuers, in Çıralı Bedeutung und Ruhm. Trotz der fortschreitenden Schwächung und des Verlusts des einstigen Glanzes und Wohlstandes durch immer neue Angriffe von Seeräubern konnte die Stadt ihren Platz in der Geschichte bis ins 15. Jahrhundert n. Chr. behaupten. Die heute zwischen dichten Lorbeerbäumen versteckten Ruinen aus römischer und byzantinischer Zeit finden Sie auf beiden Seiten eines kleinen Baches (Akdere), der den Ort einst in zwei Teile trennte.

In der Antike konnten die Schiffe auf diesem Wasser bis in die Stadt fahren. Später wurde der Oberlauf des Baches durch das Anlegen von Mauern zu einem Kanal umgeleitet − eine Brücke verband die beiden Ortsteile miteinander, heute sehen Sie davon nur noch die Pfeiler. Die Hauptstrasse von Olympos verläuft parallel zu diesem Bach. Auf einem Hügel, den Sie vom Strand aus sehen können, befinden sich die Überreste einer Mauer, die einst die Akropolis umgeben hat und die im Mittelalter zu einer Festung ausgebaut wurde. Unterhalb der Akropolis befinden sich zwei Grabkammern mit insgesamt drei Sarkophagen aus dem 2. und dem 5. Jahrhundert n. Chr. behaupten.

Die Decke der Kammer mit den zwei Sarkophagen ist mit Löwen- und Soldatenmotiven verziert. Auf einem der Sarkophage befinden sich ein Relief, das ein Schiff darstellt, sowie eine Inschrift, die über die Reisen des Kapitäns Eudemos berichtet. Dieses Dekor lässt darauf schliessen, dass es sich hierbei um die Ruhestätte dieses Kapitäns handelt. Am Ufer des Baches gibt es im Weiteren die Überreste zweier Grabmonumente, in denen sich ebenfalls zwei Sarkophage befinden. In der Nähe dieses Grabes treffen Sie auf die Überreste einer zweistöckigen und mit Mosaiken verzierten Bischofsresidenz aus dem 5. Jahrhundert n. Chr. Darüber hinaus ist unter den Ruinen von Olympos ein ionischer Tempel erwähnenswert.

Von dem einst stolzen Bauwerk sind heute aber nur noch die mittlerweile mit Bäumen überwachsenen Ruinen zu erkennen. Einzig das Tor zum Tempel steht noch. Seine Inschrift teilt uns mit, dass der Tempel zur Zeit des Kaisers Markus Aurelius errichtet wurde.

Wenn man durch den Bach auf die andere Seite des Ortes watet, gelangt man zu den Überresten eines Badehauses, eines Theaters, einer Basilika und der Stadtmauern. Das Theater wurde in der römischen Zeit errichtet, die Stadtmauern und die Basilika stammen aus byzantinischer Zeit. Ein weiteres Bauwerk aus dieser Zeit wird auf drei Seiten von Säulen umgeben, in der Mitte verfügt es über eine weiträumigen Fläche; man nimmt an, dass es sich dabei um eine Agora und ein Gymnasion handelt. Auch die Nekropole (Begräbnisstätte) der Stadt liegt auf dieser Seite des Baches.

Was Sie unbedingt tun sollten Bevor Sie nicht …
• die von ihrer ruhmreichen Vergangenheit flüsternden Ruinen der antiken Städte von Phaselis und Olympos besucht haben,
• die Tahtalı-Seilbahn bestiegen und die fantastische Aussicht auf das Mittelmeer und die wunderschönen Buchten genossen haben,
• den Feuerfelsen besucht und den Geist der Mythologie um diesen besonders nachts so romantisch wirkenden Ort erlebt haben,
• begleitet von bezaubernden Eindrücken der Natur in den Hochebenen von Kemer und im Canyon von Göynük eine Trekking-Tour unternommen haben,
• im Dorf Ulupınar fangfrische Forellen aus den reissenden, eiskalten Wildbächen genossen haben,
• auf den mit Kopfsteinpflaster versehenen Strassen von Kemer spaziert sind und in den zahlreichen Geschäften, die authentische Teppiche, Kelime, Schmuck und Dekorationsgegenstände feilbieten, Geschenke und Andenken erstanden haben,
...sollten Sie Kemer auf keinen Fall den Rücken kehren.