Bursa Moschee Synagogen

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Orhan Bey Moschee

Dieses gegenüber dem Rathaus gelegene Gotteshaus wurde 1339 von Orhan I. gestiftet. Es handelt sich um die älteste osmanische Moschee überhaupt. Das 1417 von Mehmed I. restaurierte Bauwerk spiegelt in seiner Architektur und seinem Dekorationsstil die Schlichtheit frühosmanischer Bauten wider.

Grosse Moschee (Ulu Camii)

Unter den vielen Moscheen in der Türkei, die den Titel Ulu („gross“) tragen, ist die Bursaer Ulu Camii zweifellos die bekannteste, möglicherweise auch die prächtigste. Sie wurde in den Jahren 1396 - 1400 errichtet und vom Sultan Bayesid I. gestiftet. Sie befi ndet sich im historischen Stadtkern neben dem Rathaus. Geschichtlich gesehen ist sie die grösste osmanische Moschee aus der Zeit vor der Eroberung Istanbuls. Das Gotteshaus verfügt über einen rechteckigen Grundriss und drei grosse Eingangstore.

Es wird von insgesamt 20 Kuppeln überragt, die zum Teil auf den dicken Aussenmauern und zum Teil auf Kränzen ruhen, die von 12 Elefantenfusssäulen getragen werden. Die Ulu Moschee ist eines der grössten und monumentalsten Beispiele islamischer Gebetshäuser mit mehreren Kuppeln. Als besondere Details sind das vom Steinmetzkünstler Mehmed bin Abdülaziz Dakiva meisterhaft bearbeitete Eingangsportal, die mit Schnitzereien und Reliefmotiven reichhaltig geschmückte Kanzel, das auf Säulen aus Walnussholz errichtete Podest des Muezzins und die grazile Gebetsnische zu nennen. Neben ihrer besonderen Architektur hat die Ulu Moschee von Bursa auch aus der Sicht der besonders hochwertigen Intarsien- und Schnitzereien und der Kalligraphien einen besonderen Stellenwert unter den historischen Bauwerken der Stadt.

Muradiye Komplex

Das Hauptgebäude dieses Komplexes, der namensgebend für den Stadtteil war, in dem er sich befi ndet, ist die von Sultan Murad II. in den Jahren 1424 - 1426 erbaute Muradiye Moschee. Das Eingangstor dieses Bauwerks mit einem Grundriss eines auf dem Kopf stehenden T ist ein Meisterwerk der Holzschnitzkunst. Die Gewölbedecke und die Kuppel des Gebetsvorraums werden von vier durch Bögen miteinander verbundenen Füssen und von zwei Säulen getragen. Der eigentliche Gebetsraum besteht aus zwei von grossen Kuppeln überragten Bereichen in der Mitte und zwei mit kleineren Kuppeln überdachten Flügeln auf der Seite.

Die Muradiye Moschee ist die letzte Moschee, die in Bursa im Namen eines osmanischen Sultans errichtet wurde. An der Westseite der Moschee befi ndet sich die in der Zeit von Murad II. errichtete Hochschule, die Muradiye Medresse. Über einen Eingang an der Nordseite gelangt man in einen Innenhof, der auf der Südseite an einen mit einer Kuppel überdachten Iwan grenzt. Die Wände dieses Bereichs sind mit dunkelblauen und türkisfarbenen Fayencen geschmückt.

Der Innenhof, in dessen Mitte sich ein achteckiger Brunnen befi ndet, wird im Westen, Norden und Osten von einer Kolonnade umrahmt. Dahinter befi nden sich Kammern, deren Decken aus einem Kreuzgewölbe bestehen. Die Medresse fällt von aussen besonders wegen ihrer Bauweise aus Ziegelsteinen auf. Der Komplex rund um die Muradiye Moschee umfasst ausserdem das Muradiye Hamam und die Muradiye Armenküche, das so genannte Imaret.

Im Stadtteil Muradiye haben zahlreiche Angehörige der osmanischen Herrscherfamilie in prächtigen Türben ihre letzte Ruhestätte gefunden. Neben dem Grabmal des Sultans Murad II. befi nden sich hier die Türben der Prinzen Mustafa, Cem Sultan, Ahmed, Mahmud sowie der Haremsdamen und Sultansgattinnen Mükrime Hatun, Gülschah Hatun, Ebe Hatun, Gülruh Sultan und Schirin Hatun. Neben der Perfektion der Steinund Ziegelbauweise verblüffen diese Türben durch ihre prächtigen Fayencearbeiten; sie sind zu einem festen Bestandteil des kulturellen Erbes von Bursa geworden, weswegen die Stadt nicht allein im einheimischen Tourismus einen wichtigen Stellenwert einnimmt.

Türbe von Süleyman Çelebi

Dieses Grabmal befi ndet sich links von der Strasse in den Stadtteil Çekirge und ist die letzte Ruhestätte von Süleyman Çelebi (1351 - 1422), dem Verfasser des Wasilat-un-Nadjat, einer in einem komplizierten Versmass geschriebenen Lobeshymne auf den Propheten Mohammed. Die Türbe wurde in den Jahren 1945 - 1952 auf Initiative des damaligen Provinzgouverneurs Haşim İşcan und wohltätiger Mitbürger errichtet, woraufhin die Gebeine Süleyman Çelebis aus dem Friedhofsgarten der Ulu Moschee hierher umgebettet wurden. Zum Bau des offenen Grabmals, dessen Dach von acht Säulen getragen wird, diente der regionale Kalzit-Stein. In der Mitte der Türbe befi ndet sich eine Sargnachbildung aus Marmor.

Karagöz Denkmal

Rechts von der Strasse zum Stadtteil Çekirge befi ndet sich das Grabmal von Yoğurtçu Baba. Im Schatten der Zypressen dieser Grabanlage wurde das Karagöz Denkmal errichtet, das an das aus Bursa stammende, traditionelle Karagöz-Schattenspiel erinnert.

Murad I. Komplex

Diesen Komplex mit verschiedenen Sozial- und Lehrgebäuden im Stadtteil Çekirge gab Sultan Murad I., der den Beinahmen Hudavendigâr trug, in Auftrag. Die dazu gehörende Moschee wurde in den Jahren 1365 - 1366 erbaut. Das Gebäude, dessen Erdgeschoss als Moschee und dessen Obergeschoss als Lehranstalt diente, verfügt über eine überaus beeindruckende Architektur. Gegenüber der Moschee befi ndet sich die Türbe von Murad I. Als Murad I., der dritte osmanische Sultan, 1389 in der Schlacht auf dem Amselfeld (Kosovo) fi el, wurde er in dieser Türbe begraben, die sein Sohn Bayesid I. hier errichten liess.

Bahnhof Merinos

Der ehemalige Bahnhof Merinos war einst der Kopfbahnhof der Bahnstrecke Bursa-Mudanya, die in den Jahren 1892 - 1951 in Betrieb war. Die insgesamt fast 42 Kilometer lange Strecke führte an sechs Bahnhöfen vorbei. Einst wurden mit der Mudanya- Bahn die Bursaer Seide und das in der Ebene von Bursa angebaute Obst und Gemüse zum Export in den Hafen von Mudanya transportiert. Das alte Bahnhofsgebäude wurde restauriert und dient heute als soziale Einrichtung. Eine alte Dampfl ok, die hier ausgestellt ist, zeugt von der Vergangenheit des Gebäudes.

Karawansereien und Hane − die Herbergen des Mittelalters

Wegen seiner grossen Bedeutung in der osmanischen Zeit und als wichtige Handelsstation an der Seidenstrasse kann Bursa mit zahlreichen historischen Bauten aufwarten, von denen eine beachtliche Anzahl bis heute erhalten geblieben ist. Dazu zählen auch die Karawansereien und Hane, in denen die Händler und Karawanen einst auf ihren langen Reisen zwischen dem Orient und dem Okzident einkehren und Quartier für sich selbst, ihre Lasttiere und ihre wertvollen Waren fi nden konnten.

Aus architektonischer Sicht sind besonders die Hane Kozahan und Emirhan sowie das Fidan Han, das İpek Han, das Geyve Han und das Pirinç Han zu nennen. Das Kozahan, in dem heute die Bursaer Seidenhändler ihre wertvollen Stoffe anbieten und das ein beliebtes Ziel für Besucher aus der Stadt darstellt, erfüllt auch heute noch eine wirtschaftliche Funktion.

Synagogen

In Bursa sind Gotteshäuser der drei abrahamitischen Religionen zu fi nden. Dazu zählen auch die Synagogen, die hier die aschkenasischen Juden, die vor der spanischen Inquisition in das osmanische Reich gefl ohen waren, errichteten. Die Etz Achayim Synagoge (Lebensbaum) ist das älteste zu osmanischer Zeit errichtete jüdische Gotteshaus.

Weitere Synagogen sind die Gerush Synagoge (Exodus) sowie die von Juden von der Baleareninsel Mallorca errichtete Mayor Synagoge in der Arap Şükrü Strasse.

Ohne in Bursa…
• …die Ulu Moschee, die Grüne Türbe, das Kozahan und die aus Moscheen, Medressen und Armenküchen bestehenden Külliyen besichtigt zu haben,
• …İznik und Cumalıkızık besucht zu haben,
• …auf dem Uludağ Ski gefahren zu sein,
• …İskender Kebab, İnegöl Frikadellen, Kemalpaşa Käsesüssspeise, Mihaliç Käse oder kandierte Esskastanien probiert zu haben, • …Wasserski oder Wakeboarding ausprobiert zu haben,
• …für ihre Lieben daheim Handtücher und Bademäntel aus Bursa-Frottee und Bursaer Seide gekauft zu haben,
sollten Sie der Stadt auf keinen Fall den Rücken kehren.