Bursa Iznik

bursa-iznik

Die Kreisstadt İznik liegt am östlichen Ufer des gleichnamigen Sees und hat eine bewegte Geschichte vorzuweisen. Schon unter den Römern und später unter den Byzantinern, Seldschuken und Osmanen war die Stadt sowohl in politischer als auch in religiöser Hinsicht stets von grosser Bedeutung.

So war Nicäa, wie İznik früher hiess, Veranstaltungsort des ersten ökumenischen Konzils der Christenheit, das im Jahre 325 n. Chr. im Senatsgebäude der Stadt unter der Leitung Kaiser Konstantins abgehalten wurde.

Im Jahre 787 n. Chr. versammelten sich die Führer der christlichen Kirchen erneut in İznik, um zum 7. ökumenischen Konzil zusammenzutreten, das in der Kirche Hagia Sophia abgehalten wurde, wo richtungweisende Beschlüsse für die weitere Entwicklung des Christentums gefasst wurden. Der historische Stadtkern ist auch heute noch vollständig von der historischen Stadtmauer umgeben, was weltweit äusserst selten ist.

Die in ihrer Geschichte häufi g von Erdbeben gebeutelte Stadt wurde jedes Mal wieder aufgebaut. Deshalb können Sie hier ein breites Spektrum prächtiger Bauten aus der Zeit von den Römern bis zu den Osmanen bewundern. Aus der römischen Zeit stammen zum Beispiel die etwa fünf Kilometer lange Stadtmauer, die den gesamten Stadtkern umgibt, sowie die beiden Stadttore, das Lefker und das Istanbuler Tor.

Weitere historische Bauwerke römischen Ursprungs sind das Amphitheater, die Steinbrücke von İznik und der Beştaş Obelisk. Aus der byzantinischen Zeit stammen die berühmte Hagia Sophia Kirche, die reich mit Fresken (Pfl anzenmotive und Ornamente) geschmückten Grabkatakomben von Hypoge, das Böcek Taufbecken und verschiedene Aquädukte.

Die Osmanen hinterliessen mit der mit prächtigen Fayencen verzierten Grünen Moschee, mit Medressen und türkischen Bädern, mit Türben und zahlreichen anderen historischen Bauwerken ihre Spuren in İznik. Deshalb ist die Stadt Anziehungspunkt für Besucher aus dem In- und Ausland. Unter den natürlichen Schönheiten von İznik sind der İznik See, die Sansarak Schlucht sowie die monumentalen Bäume zu nennen, die den Einwohnern der Stadt seit Jahrhunderten Schatten spenden.

İznik Fayencen

Die Fayencen-Manufaktur von İznik entwickelte sich unter dem Einfl uss der Seldschuken. Die osmanische Fayencekunst begann mit der Grünen Moschee in İznik und fand ihre Höhepunkte insbesondere im 16. und 17. Jahrhundert. Der Reisende Evliya Çelebi, der İznik im 17. Jahrhundert besucht hat, berichtet von dreihundert Fayencen-Brennöfen. Erst im 18. Jahrhundert wurden die Fayencen von İznik allmählich durch die Manufaktur von Kütahya verdrängt. Ein Grossteil der Fayencen, die die architektonischen Baudenkmäler Istanbuls schmücken, stammt aus İznik.

Typisch für die İznik-Fayencen sind völlig eigene Grundtöne von Blau, Türkis, Grün und Rot und Pfl anzenmotive wie Tulpen, Hyazinthen, Granatäpfel und Nelken, ausserdem Darstellungen von Schiffen und Lebewesen, wie Vögel, Fische und Hasen. Die Herstellung der klassischen İznik-Fayencen, deren künstlerischen Beispiele man in fast allen grossen Museen der Welt fi nden kann, ist in naher Vergangenheit wieder zum Leben erweckt worden.

İznik Museum

Das Gebäude des İznik Museums war ursprünglich eine Imaret genannte Armenküche, die Sultan Murad I. zum Andenken an seine Mutter Nilüfer Hatun im Jahre 1388 stiftete. Nach der Gründung der Republik wurde es zunächst als Lager verwendet und später restauriert, und 1960 öffnete es als Museum die Pforten für Besucher. Es handelt sich dabei um eines der schönsten Beispiele der osmanischen Architektur des 14. Jahrhunderts, gleichzeitig ist es das erste Imaret mit einem T-förmigen Grundriss. Das Museum stellt archäologische Fundstücke aus der Region İznik sowie Exponate aus Ausgrabungen in den ehemaligen Fayencen-Manufakturen aus.

Hagia Sophia

Museum İznik: Diese Kirche aus dem 4. Jahrhundert im Stadtkern İzniks wurde nach einem Erdbeben im 11. Jahrhundert wieder aufgebaut und 1331 durch Orhan I. in eine Moschee umgewandelt. Heute dient das Gotteshaus als offenes Museum. Das 7. ökumenische Konzil mit weitreichenden Folgen für die christliche Lehre wurde hier im Jahre 787 abgehalten.

Ohne in Bursa…
• …die Ulu Moschee, die Grüne Türbe, das Kozahan und die aus Moscheen, Medressen und Armenküchen bestehenden Külliyen besichtigt zu haben,
• …İznik und Cumalıkızık besucht zu haben,
• …auf dem Uludağ Ski gefahren zu sein,
• …İskender Kebab, İnegöl Frikadellen, Kemalpaşa Käsesüssspeise, Mihaliç Käse oder kandierte Esskastanien probiert zu haben, • …Wasserski oder Wakeboarding ausprobiert zu haben,
• …für ihre Lieben daheim Handtücher und Bademäntel aus Bursa-Frottee und Bursaer Seide gekauft zu haben,
sollten Sie der Stadt auf keinen Fall den Rücken kehren.