Bursa Historische Bauwerke

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Festung von Bursa

Die Entstehung der Festung von Bursa reicht bis ins 1. Jahrhundert v. Chr. zurück. Unter den Römern, Byzantinern und Osmanen wurde sie jeweils wesentlich erweitert. Heute beträgt die Länge der Festungsmauern ungefähr zwei Kilometer.

In die Festungsmauern eingefügt kann man hier und da aus Ruinen, Sarkophagen und Grabstelen stammende Steine entdecken, die teilweise mit Inschriften und Reliefs verziert sind. Die Festung wurde zur Zeit des osmanischen Sultans Orhan I. durch Wehrtürme mit einem dreieckigen Grundriss erweitert. Ihre bis heute prächtigen Überreste zeugen von der bewegten Vergangenheit Bursas.

Yıldırım Külliyesi

Die meisten Werke dieses Komplexes verschiedener Sozialbauten wurden zur Zeit des osmanischen Sultans Bayezid I. erbaut. Die Külliye befi ndet sich im Viertel Yıldırım im Stadtzentrum von Bursa. Die auf einer Anhöhe erbaute Moschee mit einem Grundriss in T-Form wurde ebenfalls von Bayesid I., der den Beinamen Yıldırım (der „Blitz“) trug, um 1390 gestiftet. Bei einem Erdbeben im 19. Jahrhundert stürzten beide Minarette ein.

Das heute separat stehende Minarett der Moschee wurde im Nachhinein hinzugefügt. Die Moschee grenzt im Nordwesten an die zum Komplex gehörende Medresse, die heute als Poliklinik dient, und im Westen an das aus Bruchgestein gemauerte, quadratische und von einer Kuppel überragte Hamam, das türkische Bad. Etwa 250 Meter weiter östlich steht das Dar-ul-Schifa genannte Hospital, das als erstes osmanisches Krankenhaus gilt.

Das Türbe genannte Grabmal der Külliye liess Suleiman der Prächtige im Jahre 1406 für seinen 1403 verstorbenen Vater Bayesid I. erbauen.

Ausserhalb des Komplexes befi ndet sich ausserdem rechts von der Strasse, die von der Ulu Moschee zum überdachten Basar führt, der Yıldırım Bedesten. Ein Bedesten ist eine Art mittelalterliches, orientalisches Einkaufszentrum, in dem die Händler in kleinen Läden ihre Waren feilboten und es zum Teil heute noch tun. Dieser Bedesten aus dem 14. Jahrhundert ist gleichzeitig das älteste Bauwerk dieser Art mit osmanischem Ursprung; es wurde von Sultan Bayesid I. in Auftrag gegeben.

Die auf gemauerten Stützen gelagerten Rundbögen tragen insgesamt 14 kleine Kuppeln. Auf allen vier Seiten befi ndet sich jeweils in der Fassadenmitte ein Eingangstor. Heute bieten hier die Juweliere der Stadt in 32 inneren und 68 äusseren Geschäften ihren Schmuck an.

Die Grüne Külliye (Yeşil Külliye)

Diese Külliye befi ndet sich in dem nach ihr benannten Stadtteil Yeşil. Die Grüne Moschee, die zu diesem Komplex gehört, hat einen auffälligen, T-förmigen Grundriss mit zwei Flügeln und wurde vom Baumeister Ivaz Pascha erbaut. Als ein Meisterwerk der frühen osmanischen Baukunst ist diese Moschee mit den atemberaubenden Steinmetzarbeiten und Fayencen eines der wichtigsten Bauwerke Bursas.

Südöstlich der Moschee befi ndet sich die „Grüne“ Armenküche (Yeşil İmareti) aus dem 15. Jahrhundert. Es ist überliefert, dass Sultan Mehmed I. persönlich in dem teilweise eingestürzten Bauwerk Arme gespeist haben soll. Gegenüber der Grünen Moschee liegt die berühmte Grüne Türbe, die 1421 von Ivaz Pascha im Auftrag von Sultan Mehmed I. erbaut wurde. Das achteckige Gebäude mit einer Grabkammer im Erdgeschoss stellt eine architektonische Fortsetzung der seldschukischen Kuppelgräber dar.

Wegen der dominanten Farbgebung der darin verwendeten Fayencen wird das Bauwerk – heute eines der Wahrzeichen Bursas − im Volksmund „Grüne Türbe“ genannt.

Das Gebäude wird von einer mit Blei bedeckten grossen Kuppel überragt, die auf einem achteckigen Ring ruht. Die Türfl ügel, die mit traditionellen seldschukischen Rumi-Motiven, Palmetten und Rosetten in der Art feiner Stickereien verziert sind, fallen einem sofort ins Auge. Durch das Eingangstor gelangt man in den Innenraum, dessen Wände mit sechseckigen, türkisfarbenen Fayencen geschmückt sind. Hier ist eine der prächtigsten mit Fayencen verzierten Gebetsnischen zu sehen, die bis heute erhalten geblieben sind.

Dieses Meisterwerk der farblichen Verzierungskunst ähnelt mit ihren verzwirbelten Ziersäulen, der Stalaktitformationen und den Rumi-, Palmetten-, Rosetten- und Astmotiven, den Kalligraphien und der Nischenkrone der Gebetsnische der Grünen Moschee. Auf der Westseite der Türbe steht das türkische Bad des Komplexes, das Grüne Hamam. Es wurde von Sofu Bedreddin in der Zeit von Sultan Mehmed II. errichtet und der Külliye als Einnahmequelle für ihren Unterhalt gestiftet.

Ohne in Bursa…
• …die Ulu Moschee, die Grüne Türbe, das Kozahan und die aus Moscheen, Medressen und Armenküchen bestehenden Külliyen besichtigt zu haben,
• …İznik und Cumalıkızık besucht zu haben,
• …auf dem Uludağ Ski gefahren zu sein,
• …İskender Kebab, İnegöl Frikadellen, Kemalpaşa Käsesüssspeise, Mihaliç Käse oder kandierte Esskastanien probiert zu haben, • …Wasserski oder Wakeboarding ausprobiert zu haben,
• …für ihre Lieben daheim Handtücher und Bademäntel aus Bursa-Frottee und Bursaer Seide gekauft zu haben,
sollten Sie der Stadt auf keinen Fall den Rücken kehren.