Aydin Orthasia Piginda

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Orthasia

Die Stadt liegt 5 km östlich von Yenipazar, im Dorf Donduran. Strabon berichtet, dass Orthosia eine karische Siedlung sei. Die Stadt wurde im 7. Jahrhundert Opfer kimmerischer Angriffe. Die Kimmerer wurden jedoch vom lydischen König Alyattes geschlagen und die Stadt wurde von Lydien eingenommen. Im 6. Jahrhundert v. Chr. trat die Stadt der ionischen Einheit bei und später, ebenso wie die anderen Städte, geriet sie unter persische Herrschaft.

Die wichtigen Bauten wie das Theater und ein byzantinisches Bauwerk sind bis heute erhalten geblieben. In der Nekropolis findet man sehr gut erhaltene Inschriften und sehr mühevoll verarbeitete Kammergräber.

Piginda

Die karische Siedlungsstätte Piginda liegt in Bozdoğan, ca. 7 km nördlich vom Dorf Çamlıdere. Auf der aus drei Akropolen bestehenden Stadtfächte kann die Stadtmauer aus hellenistischer Zeit heute noch besichtigt werden. Wichtig sind vor allem das Theater und das wahrscheinlich als Heraion bezeichnete Bauwerk.

Durch die ausgegrabene Inschrift lässt sich darauf schließen, dass in der Stadt ein Zeus Pigiendos-Kult (Zeus aus Piginda) gepfegt wurde und ein damit verbundener Zeus- Tempel vorhanden war.

Priene

Priene liegt 12 km entfernt von Söke, in der Nähe der Ortschaft Güllübahçe. Die Stadt ist auf einer südlichen Plattform an den Ausläufen des Samson-(Mykale-) Berges gegründet und gehört zu einer der wichtigsten antiken Städte. Die erste Siedlung befand sich vermutlich auf einer Halbinsel an der Latmos-Küste und verfügte über zwei Häfen. Auf eine in dieser Siedlung ausgegrabenen Münze war Athena eingeprägt.

Es handelt sich dabei um eine Elektron-Münze, die auf 500 v. Chr. datiert wird. Auf ihrem heutigen Platz wurde Priene im Jahre 350 v. Chr. gegründet und war mit einer starken Stadtmauer umgeben. Heute beeindruckt die rustikale Steinarbeit dieses Mauerwerks seine Betrachter.

Die anhand eines mit gleichgroßen Parzellen erstellten Stadtplans von Hippodamos an den Bergausläufern gegründete Stadt wurde mit typisch regionalen grau-blauen Marmorsteinen in vier Baugruppen errichtet. Das Versammlungszentrum der religiösen und politischen Liga der 12 ionischen Städte Miletos, Priene, Myus, Ephesos, Kolophon, Erithrai, Klazomenai, Foça, Samos, Kios, Teos und Lebedos befand sich innerhalb der Grenzen von Priene, und die Zeremonien wurden von den Prierenern geleitet. Die Stadt verfügte über einen Hafen mit dem Namen „Naulocho“. Priene wurde aufgrund des vom Menderes-Fluss herangetragenen Schwemmlandes vom Meer zusehends getrennt und gegen Ende der römischen Zeit verlor sie dann ihre Bedeutung völlig.

In der byzantinischen Zeit wurde die Stadt zum Bischofssitz ernannt. Die über drei Eingangstore verfügende Stadt wurde im 13. Jahrhundert völlig verlassen. Das im 4. Jahrhundert errichtet Theater von Priene, das eines der schönsten seiner Zeit war, bot Platz für 5.000 Personen. Die den die ägyptischen Göttern Anubis und Serapis geweihten Tempel waren prachtvolle Bauten. Was man in Priene sonst noch unbedingt besichtigen sollte, sind die Agora, die heilige Stoa, der Zeus Olympos-Tempel, das 640 Personen fassende Bouleuterion, das Gästehaus (Prytaneioum), in dem einst bedeutende Besucher untergebracht wurden, die Kirche, das Stadium und das Alexander- Haus. Der Demeter-Tempel liegt direkt an den Füßen der Akropolis. Der der Göttin Athena geweihte und im ionischen Stil errichtete Tempel liegt auf dem höchsten Hügel der Stadt.

Der Tempel war an der Vorderfassade durch 6 und an den Seiten durch 11 Säulen gestützt. In der Cella (dem heiligsten Raum) des Tempels stand eine aus Gold- und Elfenbein errichtete Skulptur der Athena. Dieser Tempel wurde von Pytheos, dem Architekten des Mausoleums, das eines der 7 Weltwunder ist, gebaut. Von dem Altar des Tempels ist heute nur noch ein Teil erhalten.

Pygela

Das nördlich von Kuşadası gelegene Pygela wurde einer Legende nach von den Soldaten des Agamemnon gegründet. Aufgrund von verschiedenen Krankheiten wurde ein Teil der Agamemnon-Soldaten hier zurückgelassen.

Diese Soldaten waren dann die ersten Einwohner der Stadt. Strabon berichtet, dass sich Artemis Munykhia-Tempel in Pygela befand. Pygela gehört zu den Orten, an denen mykenische Keramiken aufgefunden wurden.

Tralleis

Die von Argosianern und Tralleisanern gegründete Stadt liegt 11 km entfernt vom Stadtzentrum Aydıns entfernt. Nach der Okkupation durch Alexander dem Großen im Jahre 334 v. Chr. wurde sie während der hellenistischen Zeit von verschiedenen Völkern beherrscht.

Zur Zeit des Königreiches Pergamon erreichte sie ihre Blütezeit und brachte zwei berühmte Steinhauer, Apolloios und Tauriskos, hervor. Von der Stadt, von deren Reichtum Strabon berichtet, sind lediglich die Überreste des im 2. Jahrhundert errichteten und von den Einwohnern als „drei Augen“ bezeichneten Gymnasiums erhalten geblieben.

Das Bad, die Agora, das Theater, das Stadium sind weitere Bauten aus der römischen Zeit. Tralleis wurde durch die Lederherstellung und durch die roten Töpfereiprodukte, den „terra sigilata“, bekannt. Anthemios, der Architekt der Hagia- Sophia, stammt ebenfalls aus Tralleis. Die von Appoinleti und Tavriskos angefertigten weltberühmten Skulpturen wie der Farnese- Hals und der junge Athlet (Ephebos) wurden in Tralleis ausgegraben.

Was Sie unbedingt tun sollten
Bevor Sie…
Die antike Stadt Aphrodisias und den Didyma-Apollo-Tempel besucht, dem Kuşadası-Altın-Güvercin- Wettbewerb beigewohnt, mit Olivenöl zubereitete Speisen, leckere Feigen, Trauben und davon gewonnene Weine, sowie Zitrusfrüchte gekostet, Zitrusfrucht-Marmelade und Feigen mit nach Hause genommen, vor allem von den Goldbrassen, Meeräschen, Rotbrassen und Rotbarben gegessen, die zierlichen Läden der Teppich-, Kilim-, Lederwarenverkäufer und die Juwelierläden besucht, In Didim und Kuşadası geschwommen sind, Kar-Halwa gegessen, und Çevirme und Kuyu Tandır Kebab genossen haben
…sollten Sie Aydın nicht den Rücken kehren.