Aydin Grega Miletos

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Gerga

Die Ruinenstädte Gerga liegt in der Provinz Çine, 6 km südöstlich von Eski Çine, nördlich des Dorfes Ovacık. Von hier zum nordwestlich gelegenen Alabanda sind es 13 km. Die mit ca. 1 Meter großen Buchstaben in Felsen gemeißelten „Gerga“ Inschriften kennzeichnen die Siedlung, welche heute aus weit verstreuten Bauelementen, Skulpturen, Fundamenten, Monumenten, Gräbern, Tempel und Mauerresten besteht.

Interessant unter diesen Überresten, die die typisch karische Kunsteigenschaften aufweisen, sind vor allem die von riesigen Menschenskulpturen abgefallenen Stücke und die aus Felsenstücken gemeißelten kleinen Bauelemente. Die riesige Skulptur, die unter dem bis heute unversehrt erhaltenen Bauwerk steht und Eigenschaften eines Tempels aufweist, könnte Kybele geweiht sein.

Magnesia ad Meandrum

Die in der Kreisstadt Germencik, in der Nähe der Kleinstadt Ortaklar gelegene antike Stadt, wurde laut der Gründungslegende von einem aus Thessalien stammenden Volk gegründet. Aufgrund des Orakelspruches von Apollo und Leukippos gingen die Magneten am Bafa-See, das damals eine Bucht war, ans Land und gründeten die Stadt Magnesia, über deren eigentlichen Gründungsort jedoch immer noch spekuliert wird.

Es wird angenommen, dass sie am Büyük Menderes-Fluss lag. Die Magneten sind aufgrund des sich ständig ändernden Flussbettes und der Überschwemmungen, sowie wegen epidemischen Krankheiten und persischen Angriffe in das heutige Gümüşçay umgesiedelt.

In der hellenistischen Periode wurde die Stadt zuerst vom seleukidischem Königreich und anschließend vom Königreich Pergamon beherrscht. Unter römischer Herrschaft behielt die Stadt ihre wichtige Rolle und wurde in der byzantinischen Zeit zu einem Bistum. Magnesia verdankt ihren heutigen Ruhm dem Architekten Hermogenes.

Der Dichter und Architekt Vitruvius berichtet, dass die Hauptwerke von Hermogenes der Artemis Leukophryene-Tempel und der Altar sind. Dieser Tempel wurde in der hellenistischen Zeit (3. bis 2. Jahrhundert v .Chr.) auf den Fundamenten des in der archaischen Zeit errichteten Artemis-Tempels (6. Jahrhundert v.Chr.) gebaut. Der an der kurzen Seite über 8 Säulen und an der langen Seite über 15 Säulen verfügende Tempel ist in ionischer Bauweise errichtet worden. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten zählen vor allem die Agora und der Zeus-Tempel, die wahrscheinlich auch von Hermogenes erbaut wurden.

Andere Sehenswürdigkeiten stammen aus der römischen bzw. aus den nachfolgenden Zeiten. Das Gymnasium welches hauptsächlich sportlichen Aktivitäten diente, ein römisches Bad, das eine kleine Kopie des in Miletos gebauten Faustina-Bades darstellt, das zwischen dem Theater und dem Artemisson gelegene Odeion, das Stadion mit 25. 000 Sitzplätzen, der Wasserkanal, die Markt-Basilika, die das Artemison umgebende byzantinische Stadtmauer sind weitere bekannte Bauten.

Miletos

Die in der Kreisstadt Didim, in der Nähe des Dorfes Balat gelegene Siedlungsstätte ist seit dem Jahre 2000 v. Chr. als mykenische Kolonie bekannt. Laut dem Geographen Strabon wurde Miletos von Kretern und laut Homers Iliada von den durch Neleus geführten Ioniern gegründet. Miletos war durch die heilige Landstraße mit Didyma verbunden und stellte mit seinen vier Häfen eine der wichtigsten Städte Ioniens dar.

Miletos stieg ab dem 7. Jahrhundert v. Chr. in der ägäischen Region zu einer der wichtigsten Handels-, Kultur-, Kunst- und Wissenschaftszentren auf. Die Stadt wurde 546 v. Chr. durch die Perser erobert und völlig zerstört. Im Jahre 479 v. Chr. wurden die Perser besiegt und die Stadt wurde erneut gegründet. Beim Wiederaufbau der Stadt kam der geometrische Plan, das sogenannte „hippodamische System“ des Stadtplaners Hippodamos zum Einsatz.

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Die Stadt wurde nach der Herrschaft Alexander des Großen, der Seleukiden und der Könige von Pergamon in der römischen Zeit unabhängig und ist danach mit zahlreichen monumentalen Bauwerken ausgestattet worden.

Namhafte Denker und Philosophen wie Thales, Anaximandros, Anaximenes, der Historiker Hekataios und Isidoros, der Architekt der Hagia-Sophia, stammen aus Miletos. Im Mittelalter wurde die Region aufgrund der vom Menderes- Fluss verursachten Überschwemmungen zu einer Sumpfandschaft und verlor die Verbindung zum Meer, wodurch sie auch an ihrer Bedeutung einbüßte. Die Siedlung Palatia (Balat) konnte aufgrund der türkischen Herrschaft in Anatolien bis ins 18. Jahrhundert fortbestehen.

Der Balat-Hafen stellte einen wichtigen Handelshafen dar, von wo aus asiatische Güter nach Europa verschifft wurden. Weitere Sehenswürdigkeiten in den Überresten der Stadt sind das 140 Meter breite und 30 Meter hohe Theater mit Platz für 15.000 Personen, die Palästra, sowie das relativ gut erhaltene Faustina-Bad, der Serapis-Tempel, die Bistums-Kirche, die Überreste von Heiligengräbern im Kirchenhof, die Agora, die 100 Meter lange Paradestrasse, das Tor zum Hafen am südlichen Ende der Paradestrasse, die auf dem Heiligenplatz stehenden und der Fruchtbarkeitsgöttin Demeter und ihrer Tochter Kora gewidmeten zwei Tempel, der monumentale Brunnen (Nympanion), das Gymnasium, das Bad, das Stadium, das Delphinon, der Zeus-Olimpios-Temenos, das Bouleuterion und der Temenos der ägyptischen Götter. Auf dem Hügel südlich der Agora beeindrucken die Säulen des Athena-Tempels ihre Besucher.

Myus

Myus liegt 18 km südlich der Kreisstadt Söke, in der Nähe des Dorfes Avşar am Rande des Bafa-Sees. Von hier sind es 15 km zum östlich gelegenen Miletos. Strabon berichtet, dass Myus von Kydrelos, dem Sohn des athenischen Königs Kodros gegründet wurde und eine wichtige Küstenstadt innerhalb des Panionion war.

Bei den Ausgrabungen wurde der in den antiken Quellen genannte und mit weißen Marmorsteinen gebaute Dionysos- Tempel ans Tageslicht gebracht. Auf dem Stadtgelände findet man heute neben den Überresten dieses Dionysos-Tempels eine Stadtmauer aus der archaischen Periode und die Ruinen einer byzantinischen Burg.

Nysa

Die antike Stadt Nysa liegt am Fuße des nördlich von Sultanhisar gelegenen Aydın-Berges. Der Historiker Stephanus berichtet, dass die Stadt in der ersten Hälfte des 3. Jahrhundert v. Chr. von Antiokhos (281-261 v. Chr.), dem Sohn des Seleukos, für seine Frau gegründet wurde. Laut dem Geographen Strabon bestand die Stadt aus den Dörfern, die von Athymbros, Athybrados und Hydreleos gegründet worden waren.

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Die Stadt ist in einer Schlucht zwischen zwei steilen Berghängen gegründet worden und vermittelt so den Eindruck, als ob sich hier zwei Städte befinden würden. Beide Teile der Stadt werden durch drei Brücken verbunden.

Auf der westlichen Seite des Flussbettes, das die Stadt in zwei teilt, befinden sich das Gymnasium und das Stadion, auf der nördlichen Seite stehen die byzantinischen Ruinen und eine Bibliothek.

Auf der nordöstlichen Seite der Bibliothek steht der bedeutende und mit Reliefs verzierte Bühnenbau vor dem Theater mit 10.000 Sitzplätzen. Die Nekropole der Stadt liegt westlich, auf dem Weg zur den antiken Heiligstätte Akharaka (Salavatlı).

Was Sie unbedingt tun sollten
Bevor Sie…
Die antike Stadt Aphrodisias und den Didyma-Apollo-Tempel besucht, dem Kuşadası-Altın-Güvercin- Wettbewerb beigewohnt, mit Olivenöl zubereitete Speisen, leckere Feigen, Trauben und davon gewonnene Weine, sowie Zitrusfrüchte gekostet, Zitrusfrucht-Marmelade und Feigen mit nach Hause genommen, vor allem von den Goldbrassen, Meeräschen, Rotbrassen und Rotbarben gegessen, die zierlichen Läden der Teppich-, Kilim-, Lederwarenverkäufer und die Juwelierläden besucht, In Didim und Kuşadası geschwommen sind, Kar-Halwa gegessen, und Çevirme und Kuyu Tandır Kebab genossen haben
…sollten Sie Aydın nicht den Rücken kehren.