Aydin Einst Und Heute

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Aydın wurde im 13. Jahrhundert v. Chr. durch die sich an der west-anatolischen Küste ausbreitenden Thrakern auf den Trümmern der Stadt „Antheia“ gegründet. Die damals „Tralleis“ genannte Stadt wurde im Jahr 26 v. Chr. durch ein Erdbeben zerstört. Aufgrund der großen Unterstützung Augustus‘ beim Wiederaufbau wurde die Stadt eine Zeit lang auch „Caesareia“ genannt.

In der seldschukischen Zeit nahm sie den Namen „Aydın Güzelhisarı“ an, und unter osmanischen Herrschaft hieß sie „Nefs-i Kaza-i Güzelhisar der Liva-i Aydın“. Und seit dem 19. Jahrhundert wird die Stadt Aydın genannt. Die ersten Siedlungen in der Region reichen bis in die Kupfersteinzeit zurück. Es wird vermutet, dass in dieser Region zur Zeit der hethitischen Herrschaft Völker gelebt haben, die dem hethitischen Reich verbunden waren. Nach dem Zerfall des hethitischen Reiches und den Einfällen der Dorer wurde Anatolien von den Kariern besiedelt (12. Jr. v.Chr..).

Die Karier gründeten die Städte Aphrodisias und Kindya ausserdem richteten sie Alabanda und Alinda wieder auf. Die Phryger (8. Jh. v. Chr.) gründeten die Städte Nysa und Magnesia und errichteten Tralleis von Neuem. Ab dem 7. Jahrhundert v. Chr. entfaltete sich die ionische Kultur an der ägäischen Küste. Die während dieser Periode gegründeten antiken Städte Miletos, Didyma und Priene wurden wichtige Kulturzentren, die Denker und Historiker wie Thales, Anaximander und Anaximenes, sowie Architekten wie z.B. Hippodamos hervorgebracht haben.

Die Region blieb bis zum persischen Angriff im Jahre 546 v. Chr. unter lydischer Herrschaft und stellte durch den berühmten Königsweg, welcher sich von Miletos über Tralleis bis nach Mittelanatolien erstreckte, ein wichtiges Übergangszentrum dar. In der persischen Periode wurden Städte, Tempel und Kunstwerke aufgrund sozialer und ökonomischer Umwälzungen zerstört bzw. ausgeplündert.

Nach dem Sieg von Alexander des Großen über die Perser im Jahre 334 v. Chr. setzte in der Region die hellenistische Periode ein, die noch über seinen Tod hinaus während der Aufteilungskämpfe unter seinen Generälen fortdauerte und erst mit dem Beginn der seleukischen Herrschaft im Jahre 281 v. Chr. ein Ende fand. Etwa 100 Jahre später wurde die Region Aydın zu einem Teil des Pergamon-Königreiches.

Im Jahre 129 v. Chr. wurde die Region vom römischen Reich annektiert, und nach der Aufteilung des römischen Reiches im Jahre 395 dem oströmischen Reich (Byzanz) angeschlossen. In dieser Zeit, in der das Christentum eine große politische Macht erlangte, wurde Aydın vom anatolischen Patriarchat regiert, wobei Miletos und Priene zu bedeutenden Bistümern ernannt wurden.

Darauffolgend standen Aydın und seine Umgebung unter der Herrschaft der Seldschuken (1186), der Menteşoğulları (1288) und der Aydınoğulları (1308-90), bis sie dann im Jahre 1426 von Sultan Yildirim Bayezid dem osmanischen Reich einverleibt wurden. In der Folge erlebte Aydın in der Kunst, der Philosophie, den sozialen Dienstleistungen, der Agrarwirtschaft und der Architektur seine prachtvollsten Zeiten.

Die Stadt wurde mit zahlreichen türkischen Kulturwerken bestückt, bewahrte aber auch ihr früheres historisches Erbe bis heute. Im Ersten Weltkrieg wurde Aydın von feindlichen Truppen besetzt und am 7. September 1922 wieder befreit. Und im Jahre 1923 wurde sie zur Provinz mit 16 Kreisstädten ernannt.

Was Sie unbedingt tun sollten
Bevor Sie…
Die antike Stadt Aphrodisias und den Didyma-Apollo-Tempel besucht, dem Kuşadası-Altın-Güvercin- Wettbewerb beigewohnt, mit Olivenöl zubereitete Speisen, leckere Feigen, Trauben und davon gewonnene Weine, sowie Zitrusfrüchte gekostet, Zitrusfrucht-Marmelade und Feigen mit nach Hause genommen, vor allem von den Goldbrassen, Meeräschen, Rotbrassen und Rotbarben gegessen, die zierlichen Läden der Teppich-, Kilim-, Lederwarenverkäufer und die Juwelierläden besucht, In Didim und Kuşadası geschwommen sind, Kar-Halwa gegessen, und Çevirme und Kuyu Tandır Kebab genossen haben
…sollten Sie Aydın nicht den Rücken kehren.