Antalya Moschee

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Kesik Minare-Moschee:

Die Moschee mit dem abgeschnittenen Minarett Das eigentlich viel ältere Gebäude wurde unter dem osmanischen Sultan Bayezid II. von dessen Sohn Prinz Korkut zu einer Moschee umgewandelt und mit einem Minarett versehen. Bei einem Brand im 19. Jahrhundert wurde der obere Teil des Minaretts, der aus Holz bestand, zerstört. Wegen des ungewöhnlichen Aussehens wird das Minarett seither als kesik minare − abgeschnittenes Minarett bezeichnet. In der Kesik Minare-Moschee sind architektonischen Einfl üsse aus der Antike, der seldschukischen sowie der osmanischen Zeit zu fi nden; das macht dieses Bauwerk zu etwas ganz Besonderem.

Hıdırkık Kulesi (Turm)

Der südlichste punkt der Mauern, beginnt mit diesem Turm. Er ist auf einem quadratischen Fundament errichtet und der obere Teil ist zylinderförmig. Im inneren befi ndet sich ein großer quadratischer Steinblock. Daher nimmt man an dass der Turm bei der Verteidigung der Stadt für die Benachrichtigung durch Feuerzeichen genutzt wurde.

Die Külliye mit dem Rillenminarett

Bei dieser Külliye im Stadtteil Kalekapısı handelt es sich um einen Komplex aus Schulen, Gebetshäusern und Grabmälern aus seldschukischer Zeit. Sie umfasst das Rillenminarett und die dazugehörige Moschee, die Kai Chrosrau (Gıyaseddin Keyhüsrev)-Hochschule, das Grabmal von Nigar Hatun, das Zincirkıran-Grabmal, den Mevlevi-Orden und die seldschukische Hochschule (Medresse).

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Yivli Minare (Rillenminarett):

Bei diesem seldschukischen Bauwerk aus dem 13. Jahrhundert handelt es sich um eines der ersten Bauwerke der islamischen Architektur in Antalya. Der Sockel besteht aus geschnittenen Steinblöcken, der Korpus ist gemauert und mit türkisfarbenen Fayencen verziert; er ist in vertikaler Richtung mit acht Rillen versehen, denen das Minarett seinen Namen verdankt. Heute ist das ca. 38 Meter hohe Bauwerk, zu dessen Balkon neunzig Stufen hinaufführen, ein Wahrzeichen der Stadt.

Yivli Minare Moschee:

Auf der Westseite des Minaretts befi ndet sich eines der ältesten Beispiele mehrfach überkuppelter Moscheebauten Anatoliens: dessen sechs Halbkreiskuppeln sind bemerkenswert. Trotz der seldschukisch anmutenden Architektur ist bekannt, dass das Gebäude mit Baumaterialien errichtet wurde, die aus Ruinen anderer Epochen stammten.

Kai Chosrau Medresse (Gıyaseddin Keyhüsrev):

Diese Hochschule wurde 1239 durch Atabey Armağan zu Ehren des Sultans Gıyaseddin Keyhüsrev errichtet. Gegenüber dieser Medresse befi nden sich ausserdem die Überreste einer anderen seldschukischen Medresse aus dem 13. Jahrhundert.

Grabmal (Türbe) von Nigar Hatun:

Nördlich der Yivli Minare-Moschee steht dieses Grabmal mit sechseckigem Grundriss. Die schlicht gestaltete Türbe im osmanischen Stil stammt aus dem Jahr 1502.

Zincirkıran Mehmet Bey-Grabmal:

Ebenfalls nördlich des Rillenminaretts, im oberen Garten befi ndet sich dieses Grabmal. Es wurde 1377 als letzte Ruhestätte für Zincirkıran Mehmet Bey errichtet, der sich sein Leben lang für Antalya eingesetzt hatte. Das mehr oder weniger im seldschukischen Stil gestaltete Bauwerk weist Gemeinsamkeiten mit typischen osmanischen Grabbauten auf, z.B. die schlichte Aussenfassade, die Fenster und die tiefer liegende innere Grabkammer.

Mevlevi-Orden (Staatliche Galerie für bildende Künste):

Dieses Gebäude steht gleich neben dem Zincirkıran-Grabmal in westlicher Richtung. Die Inschrift mit Angaben zu seiner Erbauung ist nicht mehr vorhanden. Man nimmt jedoch an, dass es 1255 vom seldschukischen Sultan Alaaddin Kai Kobad errichtet wurde. Das Gebäude erfuhr während seiner Geschichte zahlreiche Veränderungen und wurde ab dem 18. Jahrhundert als Derwischloge des Mevlevi-Ordens genutzt. Heute beherbergt es die Staatliche Galerie für bildende Künste von Antalya und zieht mit seinen Ausstellungen Kunstfreunde aus aller Welt an.

Tekeli Mehmet Paşa-Moschee

Hinter dem Uhrenturm befi ndet sich diese Moschee, die in der osmanischen Zeit (gegen Ende des 16. Jahrhunderts) erbaut wurde. Das Gotteshaus hat einen nahezu quadratischen Grundriss und wird von einer Hauptkuppel und drei nebeneinander angeordneten kleineren Kuppeln überragt. Das zum Teil gemauerte und zum Teil aus Steinblöcken errichtete Gebäude wurde mehrfach restauriert und ist so bis heute erhalten geblieben.

Karatay-Medresse

Diese Medresse, die in der Karadayı-Strasse oberhalb des Jachthafens liegt, wurde im Jahre 1250 durch den seldschukischen Grosswesir Celaleddin Karatay erbaut. Die Medresse gehört zu den zweibalkonigen Medressenbauten. Die Mihrab genannte Gebetsnische des gleichzeitig als Moschee genutzten Gebäudes ist reich mit geometrischen Motiven der seldschukischen Steinmetzkunst verziert.

WUSSTEN SIE SCHON
• dass für Antalya die Metonyme „Paradies auf Erden”, „Perle des Mittelmeers” und „Türkische Riviera” verwendet werden?
• dass das am besten erhaltene und prächtigste Amphitheater Asiens und Afrikas das Aspendos-Theater von Antalya ist?
• dass Antalya neben zahlreichen antiken Ruinenstätten und historischen Bauwerken über kilometerlange Strände, zahlreiche Wasserfälle und Höhlen verfügt?
• dass 15 der 100 besten Hotels der Welt, die unter mehr als 35 Millionen Hotelgästen ermittelt wurden, in Antalya stehen?
• dass die Golfplätze in Antalya auf internationalem Niveau von weltbekannten Golfspielern bevorzugt werden?
• dass das nach König Attalos von Pergamon benannte Antalya von Königinnen und Kaisern, wie Kleopatra und Hadrian, besucht wurde?
• dass das Museum von Antalya wegen der antiken Statuen, die hier zu sehen sind, zu den bedeutendsten Museen der Welt zählt?