Alanya Burg Moschee Bedesten

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Da Alanya sich auf der historischen Seidenstrasse befi ndet, wurden hier zahlreiche Karawansereien und Burgen zum Schutz der Karawanenzüge errichtet. Als Anwärterinnen auf eine Aufnahme in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes beherbergen die Burg und die Ortschaft Alanya verschiedene bedeutende Denkmäler. Die Stadtmauern, die auf den Mauern befi ndlichen Türme und Hunderte von Zisternen, die Werft, der Rote Turm, das Seldschukenschloss sowie die traditionellen Häuser Alanyas laden den Besucher zu einer Reise in die Vergangenheit ein.

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Es lohnt sich, die Häuser zu besuchen, die sich unterhalb der Burg befi nden und unter Denkmalschutz stehen. In manchen dieser Häuser werden auf alten Webstühlen immer noch traditionelle Teppiche geknüpft und in einer authentischen Umgebung regionale Gaumenfreuden gereicht. An der Strasse, die vom Hafen zur Burg hinaufführt und die für den Autoverkehr freigegeben ist, befi nden sich viele Restaurants und Cafés.

Innere Burg (İçkale)

Am Ende der Halbinsel befi ndet sich die Innere Burg des einst prunkvollen Schlosses von Alaaddin Keykubat, dem Seldschukensultan. Gleich gegenüber der Burg befi ndet sich eine Kirche. Diese Aya Yorgi oder auch Hagios Georgios genannte und in Kleeblattform erbaute Kirche wird auf das 6. Jahrhundert datiert. Die noch heute gut erhaltene Kirche zeugt von der toleranten Haltung der Seldschuken.

Von der im hinteren Teil der Burg gelegenen Terrasse, die den Namen „Seyirlik“ trägt, haben Sie einen faszinierenden Ausblick sowohl auf das Taurusgebirge als auch auf Alanyas bezaubernde Buchten. Wenn Sie die Burg durchschreiten, werden Sie auf Kunstausstellungen und andere künstlerische Darbietungen stossen. Die Innere Burg erzählt aber auch noch eine eigene Geschichte.

Diese besagt, dass eine am Hang gelegene, etwa 15 m tiefe Zisterne einst als Kerker verwendet wurde. Der Überlieferung zufolge gab man den zum Tode Verurteilten die Möglichkeit, drei Steine ins Meer zu werfen. Erreichte einer der Steine das Meer, ohne den Hang zu berühren, wurde der Verurteilte freigesprochen. Wenn nicht, wurde er in einen Sack gesteckt und den Hang hinunter ins Meer geworfen. Wegen der grossen Entfernung zum Ufer und wegen des stetig in die gegenteilige Richtung wehenden Windes ist es jedoch unwahrscheinlich, dass jemand auf diese Weise sein Leben retten konnte.

Die Süleymaniye Moschee

Ursprünglich wurde diese Moschee vom seldschukischen Sultan Alaaddin Keykubat im Jahre 1231 gleich ausserhalb der Inneren Burg erbaut. Nachdem sie eingestürzt war, wurde sie im 16. Jahrhundert vom osmanischen Sultan Süleyman dem Prächtigen neu errichtet.

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Sie wird auch „Alaaddin-Moschee“ oder „Burgmoschee“ genannt. Diese quadratische, aus aufgehäuften Steinmauern erbaute Moschee besitzt nur ein Minarett und eine auf einem achteckigen Ring errichtete Ziegelkuppel. Für die osmanische Ära typische Holzschnitzereien schmücken dieses islamische Gotteshaus.

Bedesten

Dieses Gebäude wurde im 14. oder 15. Jahrhundert unter der Herrschaft der Karamanen erbaut und diente in dieser Zeit als Herberge oder Handelsplatz. Das rechteckige, aus Steinblöcken errichtete Gebäude hat 26 Räume und einen rechteckigen Innenhof. Heute wird das Gebäude als Hotel, Restaurant und Cafeteria genutzt.

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Vom Garten aus, in den Sie über eine Treppe gelangen, eröffnet sich Ihnen eine bezaubernde Aussicht auf die Stadtmauer, das Mittelmeer und das Taurusgebirge.

Ehmedek

Nördlich der Burg befi ndet sich auf einem Plateau an einer exponierten Stelle ein Gebäudekomplex mit dem Namen „Ehmedek“. Es wird angenommen, dass dieser Name vom Spitznamen des Baumeisters aus seldschukischer Zeit herrührt oder sich auf die exponierte Lage der Burg bezieht. Die Burg Ehmedek mit ihren zwei Verteidigungsanlagen mit je drei Türmen wurde an einer strategisch günstigen Stelle errichtet.

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Deshalb konnten von dort Angriffe vom Lande zurückgeschlagen werden; sie trug auf diese Weise zum Schutz des Sultanspalastes bei. An den Burgmauern sind Malereien zu sehen, die Schiffe aus seldschukischer Zeit darstellen. Die Burgmauern im Norden und im Osten werden von je einer weiteren vorgelagerten Verteidigungsmauer umschlossen. Innerhalb des Gebäudekomplexes befi nden sich drei grosse Zisternen, ein kleines Badehaus (Hamam) und unterschiedlich grosse Räumlichkeiten.

Wenn man die Burg Alanyas, die etwa einen 45-minütigen Fussmarsch vom Zentrum entfernt liegt, Schritt für Schritt erkunden möchte, sollte man damit rechnen, dass ein ganzer Tag dafür nötig ist.