Izmir Und Umgebung

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İzmir, das antike Smyrna, wurde gemäss einer Sage durch die Amazonen, die schönen Kriegerinnen der Antike, gegründet. Einer anderen Erzählung zufolge geht die Gründung der Stadt auf die Leleger zurück. Die im Westen der Türkei gelegene ägäische Küstenstadt ist die wichtigste und grösste Metropole in der Ägäisregion des Landes.

Die Stadt İzmir, die sich unter Wahrung ihres archäologischen und historischen Erbes zu einer modernen Stadt entwickelt hat, ist dank ihrer Eigenschaft als Hafenstadt ein wichtiges und lebendiges Wirtschaftszentrum. Mit seinen heilsamen Thermalquellen auf der einen, dem azurblauen Meer und den mit dem Prädikat „Blaue Flagge“ ausgestatten Stränden auf der anderen Seite, bietet İzmir sowohl Gesundheitstouristen als auch sonnenhungrigen Strandurlauber ein reichhaltiges und vielfältiges Angebot.

İzmir ist geprägt von Meer und Wind. Im Sommer sorgen die „Meltem“ genannten Nordwinde für eine frische Brise. Mit den für ihren natürlichen und historischen Reichtum bekannten Ortschaften und antiken Stätten rund um İzmir, wie Bergama, Çeşme, Foça, Kemalpaşa, Selçuk, Tire und Urla, ist die Stadt zu Recht weit über die Grenzen der Türkei hinaus bekannt.

İzmir bietet seinen Besuchern zahlreiche und unvergleichliche Möglichkeiten: eine durch das mediterrane Klima geprägte geographische Lage, natürliche Reichtümer, das geschichtsträchtige kulturelle Erbe, die Strände, Thermal- und Heilquellen, die an Weintrauben, Feigen, Oliven und Meeresfrüchten reiche und schmackhafte Küche sowie eine mehrere tausend Jahre zurückreichende Geschichte unterschiedlichster Zivilisationen.

Das “Schöne İzmir”, wie die Stadt in der Türkei auch genannt wird, liegt am Ausläufer einer mit Jachten, Kreuzfahrtschiffen und Fährschiffen belebten, langen und schmalen Bucht. Die Stadt verfügt – wegen der kühlen, „Imbat” genannten Westwinde, die allabendlich die Hitze des Tages davontragen – über ein gemässigtes Klima. İzmir hat einen ganz besonderen historischen und kulturellen Hintergrund und ist die drittgrösste Stadt der Türkei. Der in der Bucht von İzmir gelegene Hochseehafen ist gar der zweitgrösste Hafen des Landes. Diese lebendige und kosmopolitische Metropole besitzt nicht zuletzt wegen des alljährlich veranstalteten Internationalen Kunstfestivals und der internationalen Messen einen hohen Stellenwert im kulturellen Alltag der Türkei. Für das Jahr 2015 hat sich İzmir als Veranstaltungsort der Expo beworben.

Wer İzmir sagt, denkt automatisch an romantische Spaziergänge am Kordon, der Uferpromenade der Stadt. Die Viertel Alsancak und Karşıyaka, die Restaurants und Cafés mit Blick auf die Bucht und die vorgelagerten Grünflächen sind für die Einwohner von İzmir Orte der Begegnung, wo soziale Kontakte besonders intensiv gepflegt werden.

“Mein Alter beträgt achttausendfünfhundert Jahre...,” sagt diese Stadt voller Stolz. Sie ist aus einem Bouquet der verschiedenen Zivilisationen Ioniens entstanden und im Verlauf ihrer Jahrtausende alten Geschichte war sie die Heimat der Amazonen, der Lyder, der Perser, Alexanders des Grossen und seiner Generäle, der Römer, Araber, Byzantiner, Seldschuken und Osmanen.

İzmir – das war die Muse des Dichters Homer; die Stadt, die Alexander, dem Sohn des mazedonischen Königs Phillipus, im Traum erschienen sein soll.

Der Sage zufolge schlief Alexander der Grosse eines Tages am Fusse des Berges Pagos, dem heutigen Kadifekale, wo er zur Jagd unterwegs gewesen war, unter einem Baum ein. In seinem Traum erschien ihm die Göttin Nemesis, die ihm die Gründung der Stadt Smyrna an ebendieser Stelle befahl. Der antike Geschichtsschreiber und Geograph Strabon schrieb, die seinerzeit mit der Stadt Ephesus in Wettstreit stehende Stadt Smyrna sie die schönste Stadt Ioniens gewesen.

Nach Alexanders Tode geriet die Stadt in die Hände Roms und Byzanz’; bei der Verbreitung des Christentums war sie von grosser Bedeutung. Die Stadt gestand den Genuesen und den Venezianern zu, Handelsvertretungen und Ansiedlungen zu gründen. Im 14. Jahrhundert geriet sie erstmals in türkische Hände: Die seldschukischen Emire Çaka Bey und Aydınoğlu Gazi Umur Bey regierten sie nacheinander. Im 15. Jahrhundert wurde die Stadt dann osmanisches Wilajet. Im ersten Weltkrieg besetzten sie die Siegermächte; erst im Laufe des Befreiungskrieges konnte sie am 9. September 1922 wieder befreit werden.

Ihre Bedeutung als Handelsstadt erhielt İzmir im 18. und 19. Jahrhundert, als englische, französische und holländische Händler in die Stadt kamen, die insbesondere mit den in der Region kultivierten Produkten Tabak und Baumwolle handelten.

İzmir trägt das freundliche Gesicht einer multikulturellen Stadt. Betrachtet man seine kulturelle Identität, so lassen sich die multireligiösen und multikulturellen Spuren levantinischer, jüdischer und christlicher Einflüsse auf der Bevölkerung erkennen, insbesondere in ihrem toleranten Zusammenleben. Die für die Besucher offenen und weiterhin genutzten Synagogen und Kirchen der Stadt sind wichtige Elemente dieser multikulturellen Gesellschaft.

In dieser durch das mediterrane Klima geprägten Region sind die Sommer meist heiss und trocken, die Winter hingegen mild und niederschlagsreich. In den Wintermonaten sinkt die Temperatur nur selten unter Null. Dank des milden Klimas können Wasser- und Outdoor-Sportarten hier mehrere Monate im Jahr betrieben werden.

Die Provinz İzmir, mit seiner Gesamtfläche von 11 973 Quadratkilometern, umfasst die Kreise Aliağa, Balçova, Bayındır, Bergama, Beydağ, Bornova, Buca, Çeşme, Çiğli, Dikili, Foça, Gaziemir, Güzelbahçe, Karaburun, Karşıyaka, Kemalpaşa, Kınık, Kiraz, Konak, Menderes, Menemen, Narlıdere, Ödemiş, Seferihisar, Selçuk, Tire, Torbalı, Karabağlar, Bayraklı und Urla.

In İzmir befindet sich der Tempel der Artemis, der zu den Sieben Weltwundern der Antike gehört.