Izmir Temple Hamam

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Prytaneion (Ratssitz)

Auf der rechten Seite dieses als heilig betrachteten Bauwerks steht der Hestia-Altar, wo das heilige Feuer der Hestia brannte. Das Prytaneion war Sitz der Regierung und gleichzeitig der Ort, an dem wichtige Zeremonien, Feiern und Empfänge veranstaltet wurden. Die Tatsache, dass hier zwei Statuen der Artemis gefunden wurden, zeugt von der religiösen Bedeutung des Prytaneions.

Odeon (Bouleuterion)

Das Odeon wurde im 2. Jahrhundert durch Publis Vedius Antonius, einen reichen Bürger von Ephesus, erbaut. Das Odeon verfügte über ausreichend Platz für 1400 Personen und hatte ein aus Holz gefertigtes Dach.

Magnesia-Tor

Dieses im ersten Jahrhundert durch Kaiser Vespasian errichtete Tor war ein wichtiger Durchgang vom Artemis-Tempel zum Amphitheater.

Tempel der Artemis

Der zu den sieben Weltwundern zählende Tempel der Artemis war nicht nur der bis dahin erste Prachttempel, sondern gleichzeitig der prunkvollste Sakralbau in hellenischer Zeit. Einige wenige Fundamente des Tempels sind erhalten geblieben, architektonische Details dieses prachtvollen Bauwerks sind nicht mehr zu sehen. Trotzdem ist der Tempel immer noch von grosser Bedeutung.

Die ersten archäologischen Funde zeigen, dass das Artemision von 1500- 300 v. Chr. in Gebrauch war. Der erste hier errichtete Tempel, welcher der Göttin Kybele geweiht war, wird auf das 8. Jahrhundert v. Chr. datiert und erfuhr im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Veränderungen: 356 v. Chr., im Geburtsjahr Alexanders des Grossen, wurde der Tempel durch Herostratos in Brand gesteckt und vollständig zerstört. Daraufhin wurde ca. 330 n. Chr. auf den Grundmauern der Ruine ein neuer Tempel errichtet – er war der den Ephesern wichtigen Göttin Artemis geweiht. Er hatte zwar die gleichen äusseren Abmessungen, war aber ungleich prunkvoller gestaltet.

Dieser der Hauptgöttin Kleinasiens geweihte Tempel wurde in der archaischen Periode mit finanzieller Hilfe des Krösus durch die Architekten Chersiphron und seinen Sohn Metagenes von Kreta sowie Thedoros von Samos erbaut. Der Tempel wurde über Jahrhunderte nicht nur als Ort des Gottesdienstes und der Läuterung genutzt, sondern war gleichzeitig Kultstätte mit einer Artemisstatue und Lagerstätte für Reichtümer und Opfergaben.

Bis auf ein paar Säulenstümpfe, auf denen einige Störche ihr Nest gebaut haben, ist heute von dem einst monumentalen Bauwerk nicht mehr viel übriggeblieben.

Siebenschläferhöhle

Man geht davon aus, dass die Ruinenstätte der Siebenschläferhöhle aus dem 5. und 6. Jahrhundert eine Art religiöses Zentrum war. Der Überlieferung zufolge flüchteten sieben junge Männer zu einer Zeit, als das Christentum noch nicht Staatsreligion war, vor der Verfolgung in diese Höhle, sie schliefen ein und wachten erst nach zwei Jahrhunderten wieder auf. In dieser Zeit war das Christentum bereits offizielle Religion und die Christenverfolgung hatte ein Ende genommen. Wegen dieses Wunders wurde an der Stelle, an der die sieben nach ihrem Tode begraben wurden, ein grosses Denkmal errichtet. Bei den Ausgrabungen entdeckte man neben dem monumentalen Bauwerk in den Fels geschlagene Grabüberreste, zwei Kirchen und zahlreiche Katakomben.

Grabeskirche der Jungfrau Maria

Auf dem Berg Bülbüldağ befindet sich das Haus der heiligen Maria, der Mutter Jesu. Der christlichen Überlieferung zufolge hat der ans Kreuz geschlagene Jesus vor seinem Tode seine Mutter dem Apostel Johannes anvertraut. Dieser brachte sie dann, weil es ihm für sie in Jerusalem zu gefährlich erschien, nach Ephesus und versteckte sie hier am Fusse des Bülbüldağ in einem dichten Wald in einer kleinen Hütte, wo sie beide ihre letzten Lebensjahre verbrachte.

Ayasuluk-Hügel und Burg

Dieser Hügel wurde zu frühchristlicher, byzantinischer und seldschukischer Zeit aus einer über die Jahrhunderte immer weiter befestigten Burg aus verteidigt. Die erhaltene Burgmauer wurde in frühchristlicher Zeit errichtet und zur Zeit der Seldschuken und Osmanen umfangreich restauriert.

Sankt Johannes Basilika

Gemäss einer christlichen Überlieferung aus dem 2. Jahrhundert war der Apostel Johannes einer der Verfasser der Evangelien. Nach seinem Tode wurde in Ephesus, am Südhang des Ayasuluk-Hügels, für ihn ein einfaches Grabmal errichtet. Auf diesem Grab wurde im 5. Jahrhundert eine Basilika mit Holzdach und im 6. Jahrhundert durch Kaiser Justinian eine neue Basilika in Kreuzform mit einer Kuppel erbaut. Nachdem die Bevölkerung von Ephesus nach dem 6. Jahrhundert nach Ayasuluk umgezogen war, nahm die Sankt Johannes Basilika den Platz der alten Bischofskirche ein und um den Ayasuluk-Hügel wurde eine Mauer gezogen. Die Basilika wurde seit 1974 grundlegenden Restaurationsarbeiten unterzogen und ihre Umgebung in einen Archäologiepark umgewandelt.

İsa Bey Moschee

Die auf dem Ayasuluk-Hügel westlich der Sankt Johannes Basilika gelegene İsa Bey Moschee stammt aus seldschukischer Zeit; im Jahre 1375 liess sie İsa Bey errichten. Das Gebäude ist eines der schönsten Beispiele traditioneller türkischer Moscheearchitektur mit Innenhof und anatolischen Säulen. Die Dekorationstechniken und das Haupttor von monumentaler Grösse weisen dagegen die typischen Eigenschaften seldschukischer Baukunst auf.

İsa Bey Hamam

Das türkische Dampfbad, das die klassischen Eigenschaften eines türkischen Hamams aufweist, wurde zusammen mit der İsa Bey Moschee erbaut. Alle Bereiche des Bades werden von Kuppeln überragt.

Die Aquädukte stammen aus der byzantinischen Epoche. Die Überreste des Wasserleitungssystems, das aus dem Osten kommt und in Richtung des Ayasuluk-Hügels führt, sind heute im Bereich des Bahnhofs und auf beiden Seiten der Strasse zu sehen. Die restaurierten Aquädukte sind Brutplatz zahlreicher Störche, der Wappenvögel Selçuks.

Ein weiteres Aquädukt befindet sich an der Strasse von Selçuk nach Aydın, 6 Kilometer von Selçuk entfernt. Dabei handelt es sich um das in der Zeit von Kaiser Augustus gebaute Gaius Sextillius Pollio Aquädukt.

Sütini Höhle

Die am Weg vom Dorf Şirince nach Selçuk, 2 Kilometer vor Selçuk an einem Hang am Rande des Wadis gelegene Sütini Höhle ist eine der wichtigsten Höhlen im Landkreis Selçuk. In dieser Tropfsteinhöhle gibt es durch kalkhaltiges Wasser entstandene Stalagmiten und Stalaktiten.

Einem örtlichen Aberglauben zufolge können stillende Frauen, deren Milch nicht ausreicht, das von der Decke der Höhle tropfende, milchähnliche Wasser trinken. Wenn sie es nicht vermögen, in die Höhle zu steigen, können sie von dort mitgebrachte Steine auf ihre Brüste drücken. In beiden Fällen soll sich ihre Milch wieder vermehren.

Vogelschutz- und -beobachtungsgebiet

Das Wasservogelschutz- und -zuchtgebiet um den Gebekirse-See in Selçuk befindet sich nördlich von Ephesus zwischen Ephesus und Pamucak und umfasst eine Fläche von 1000 Hektar. In dieser Region leben 30- 40 verschiedene Vogel- und Säugetierarten: Pelikane, Haubentaucher, verschiedene Entenarten, Schnepfen, Steinhühner sowie einige Landtiere wie Wildschweine, Füchse und Schakale usw.

Archäologisches Museum Ephesus

In diesem Museum werden Fundstücke, die in Ephesus und Umgebung ans Tageslicht gebracht wurden, ausgestellt. Neben Artefakten aus mykenischer und archaischer Zeit sowie aus der Zeit der Generäle Alexander des Grossen sehen Sie hier auch Ausstellungsstücke aus römischer, byzantinischer und türkischer Zeit, insgesamt ca. 80 000 Exponate. Das Museum ist in zwei Hauptbereiche, den Archäologie- und den Ethnologiebereich, aufgeteilt.

Unter den im Archäologischen Museum von Ephesus in Selçuk ausgestellten Kunstwerken befinden sich darüber hinaus: auf dem Ayasuluk-Hügel gefundene mykenische Vasen, Teile des Artemisions, korinthische Säulen und der Sarkophag des Mausoleums von Belevi, zwei Statuen der Artemis von Ephesus, eine Freske mit einer Sokrates- Darstellung, insbesondere von Brunnen stammende Skulpturen, ein Theodosius-Relief aus dem Hadrian-Tempel sowie Porträts und Büsten aus frühchristlicher Zeit.

Ein weiterer zum Museum gehörender Bereich wird als Saadet Hatun Hamam bezeichnet. Dieser auf das 16. Jahrhundert datierte Hamam zeigt zahlreiche traditionelle Eigenschaften eines türkischen Bades und besteht aus vier Räumen, dem Umkleide, dem Kalt- und dem Warmraum sowie dem Dampfraum.

Nach einigen Neugliederungen in Ephesus und Selçuk richtete man im Archäologischen Museum von Ephesus neue Abteilungen ein; sie sind nun für Besucher geöffnet. des Kupferhandwerks und die Herstellung von Glastalismanen sehen, sind neben türkischen Nomadenzelten auch ein restauriertes osmanisches Bad aus dem 16. Jahrhundert ausgestellt.

Ayasuluk Bibliothek

In einer Nebenstrasse hinter dem Ephesusmuseum wurde mit Mitteln des Museums ein Gebäude türkischer Architektur aus dem 14. Jahrhundert restauriert, das heute als Ayasuluk Bibliothek bekannt ist und den Einheimischen als Lesestube für Zeitungen und Bücher dient.

Museum für Sehbehinderte

Zünfte und Hamam-Bereich

In diesem, an den zentralen Park des Museums angrenzenden Bereich werden das Wirtschaftsleben türkischer Ortschaften in der Vergangenheit sowie die vor dem Aussterben bedrohten Handwerkskünste ausgestellt. In dem Bereich, in dem Sie die Entwicklung der aus landwirtschaftlicher Sicht wichtigen Getreidemahlsysteme (Mühlen) sowie verschiedene Arten Eines der antiken Geschäfte auf der Agora von Ephesus wurde restauriert und darin ein kleines Museum eingerichtet. Dieses Museum ist mit speziellen Techniken für den Besuch von Sehbehinderten ausgerüstet. In dem aus zwei Bereichen bestehenden Museum sind Originale und Nachbildungen ausgestellt.

Dampflokomotiven- Freilichtmuseum Çamlık

Dieses Museum liegt 7 Kilometer von Selçuk entfernt und erstreckt sich über eine Fläche von 160 000 Quadratmetern. Der Republikgründer Mustafa Kemal Atatürk bezog während militärischer Manöver in der Ägäis mit seinem „Weissen Zug“ an diesem Bahnhof Hauptquartier und verfolgte die Manöver von hier aus, in Reichweite der ägäischen Küste. Im Museum sind 25 zwischen 50 und 80 Jahre alten Dampflokomotiven ausgestellt.

Şirince

Nostalgie-Dorf

Das von Selçuk 9 Kilometer entfernte Dorf Şirince konnte seinen Charme des vorvergangenen Jahrhunderts bewahren. Die Gründung des Dorfes geht bis ins 5. Jahrhundert v. Chr. zurück. Es wird berichtet, dass nach der Eroberung durch das Beylik Aydın die Bürger von Ephesus in das Dorf, das einst Kırkınca und dann Çirkince genannt wurde, gezogen seien. Die für das Dorf typischen Häuser zeichnen sich durch eine zweistöckige Fachwerkbauweise und Hängebalkone in der gleichen Grösse wie die zahlreichen Fenster aus. Die in Şirince mit der muslimischen Bevölkerung zusammenlebenden orthodoxen Christen pilgern jedes Jahr zum 15. August gemeinsam zur Grabeskirche der Mutter Maria. Şirince ist für seine Weinkelterei, traditionelle Speisen, die authentisch erhaltene Dorfstruktur und das nostalgische Dorfleben bekannt.

Hätten Sie’s gewusst? Das Sterbehaus der heiligen Mutter Maria in Selçuk wurde im Jahre 1961 durch den Vatikan zum Wallfahrtsort der Christenheit erklärt. Bereits drei Päpste haben diesen Ort besucht: Paul VI. (1967), Johannes Paul II. (1979) und Benedikt XVI. (2006).