Izmir Cesme

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Ein Bouquet aus Narzissen und Hyazinthen

Mordoğan, auch „Heimat der Narzissen und Hyazinthen“ genannt, ist eine Ortschaft im Kreis Karaburun. In den Gewässern rund um Mordoğan werden ägäische Fischsorten wie Meeresbrasse, Geissbrasse und Dorade gefangen, daher kommen Angler gerne hierher. Der Namensteil „Mor“ bedeutet „lila“ und verweist auf die allgegenwärtige natürliche Farbgebung der Ortschaft.

Zahlreiche mythologische Sagen sind auf diesem Boden entstanden.

Erwähnt seien nur einige von dieser Region inspirierte Erzählungen: die Sage um die Beerdigung des Mimas unter den Berg Tmolos (heute Bozdağ) durch Zeus und die Verwandlung des Narkissos wegen seiner Selbstliebe in eine Narzisse oder die Entsendung der Iris durch die eifersüchtige Hera auf die Hügel von Mimas als Beobachterin.

Wichtige historische Bauten der Ortschaft sind die im 15. Jahrhundert erbaute Ayşekadın Moschee sowie die äusserst prächtige Çatalkaya Moschee. In vielen Dörfern Mordoğans werden heute noch auf traditionelle Art arbeitende Olivenpressen verwendet, die einen hohen Stellenwert im kulturellen Erbe der Region geniessen.

Hier finden Sie die üstenabschnitte mit dem klarsten Wasser der Türkei, mit der „Blauen Flagge“ ausgezeichnete Buchten, traumhafte Sandstrände sowie einsame und Ruhe spendende Refugien. Dank der reichhaltigen Fischvorkommen kommen auch Angler auf ihre Kosten. Dieses Gebiet ist bestens für seine Besucher gerüstet.

Çeşme

Traumstände und Thermalquellen – kein Widerspruch in Çeşme

Çeşme ist ein Urlaubsort, der bekannt ist für seine heilsamen Thermalquellen, seine traumhaften Strände und das Meer, sein sonniges Wetter, das bunte Treiben und das vielfältige Nachtleben. Çeşme befindet sich am äussersten Punkt der gleichnamigen Halbinsel, ganz im Westen der Provinz İzmir.

Dieser von den Seefahrern einst „kleiner Hafen“ genannte Ort erhielt aufgrund seiner eiskaltes Wasser führenden Quellen den Namen „Çeşme” (=„Quelle“). Neben den Ruinen der Stadt Erythrai, die im Dorf Ildırı freigelegt wurden, bilden die Burg von Çeşme, die Karawanserei, zahlreiche Brunnen und Beispiele ziviler Architektur das archäologische und historische Erbe dieser Region.

Das in der Frühzeit unter dem Namen Cyssus bekannte Çeşme war um 1000 v. Chr. eine der 12 ionischen Städte im westlichen Kleinasien und befand sich an der Anlegestelle von Erythrai (Ildırı), d.h. ca. 27 Kilometer vom heutigen Siedlungskern entfernt. Östlich von Çeşme, an der Landzunge Kalemburnu, ist eine weitere auf 1000 v. Chr. datierte Siedlung bekannt. Erythrai war im 6. Jahrhundert v. Chr. eine grosse und bedeutende Stadt. Mit seinem besonders gut geschützten Hafen unterhielt Erythrai Handelsbeziehungen mit Ägypten, Zypern und Europa.

Çeşme wurde nach den Lydern und den Persern durch die Römer, Byzantiner, Seldschuken, das Beylik Aydın und die Osmanen regiert.

Mit İzmir ist Çeşme über eine 77 Kilometer lange einspurige Landstrasse und eine 80 Kilometer lange Autobahnanbindung verbunden. Çeşme erreichen Sie ausserdem per Fähre aus Griechenland und Italien.

Esskultur

Die Speisekultur in Çeşme ist insbesondere von Meeresfrüchten geprägt. Daher finden Sie hier im alltäglichen Speiseplan Oktopus, Dorade, Seebarsch und Miesmuscheln. Weitere Besonderheiten der Gegend sind Süssspeisen aus Feigenmarmelade, Reismehlpudding mit Mastixharz, Mastixmarmelade, „Sıkma Köfte“ genannte Weizenreisknödel, Gänsekeule, Mandelmilch sowie „Kumru“ genannte Grillsandwiches. Die schmackhaften Honigmelonen und Artischocken der Region Çeşme werden in die ganze Welt exportiert.

Burg von Çeşme

Der osmanische Sultan Beyasid

II. errichtete diese Burg im Jahre 1508. Die ursprünglich direkt am Wasser erbaute Burg liegt heute wegen der Anschwemmungen und der damit verbundenen Verschiebung der Küstenlinie ein wenig im Binnenland. Sie verfügt über alle Merkmale osmanischer Architektur. Im hier untergebrachten Archäologische Museum sehen Sie Exponate aus römischer, seldschukischer und osmanischer Zeit sowie – in einer gesonderten Galerie – verschiedene Materialien aus der Seeschlacht von Çeşme im Russisch-Türkischen Krieg (1770). Vor der Burg befindet sich eine Statue des osmanischen Admirals Cezayirli Hasan Paşa, der seinerzeit die osmanische Flotte anführte und die drohende Eroberung Çeşmes durch die Russen verhinderte – dargestellt mit einem Löwen.

Karawanserei von Çeşme

Das im Jahre 1528 vom Sultan Süleyman der Prächtige errichtete Gästehaus erstreckt sich über zwei Stockwerke und zählt zu den klassischen Karawansereien der osmanischen Epoche. Ihr Baumeister war Ömer Pabuççu. Das in Hufeisenform erbaute historische Gebäude legt sich um einen Innenhof, um den Geschäfte, Lager und Kammern angeordnet sind.

Es wird heute als Hotel genutzt, in dem Touristen ausserdem Geschenkartikel, Lederbekleidung und wertvolle Teppiche kaufen können. In der Nacht stellt sich hier insbesondere wegen der umliegenden Restaurants, Bars und Nachtclubs eine lebendige und fröhliche Atmosphäre ein.

Heisse Thermalquellen von Çeşme

Fünf Kilometer von Çeşme entfernt, an der Strasse nach İzmir, befinden sich die heissen Thermalquellen von Çeşme, wo Meeresstrand und Thermalquellen dicht beieinander liegen. Durch diese einmalige Kombination von Strand- und Heilbad ist Çeşme eines der interessantesten und seltensten Thermalbäder der Welt. Dem 58°C heissen Wasser wird eine heilsame Wirkung bei chronischem Rheuma, Stoffwechselkrankheiten, wie Gicht und Fettleibigkeit, bei Rachitis, Frauen- und Hautkrankheiten sowie bei Erkrankungen der Leber und der Harnwege zugesprochen. Rund um die Thermalquelle sind moderne Unterkünfte mit Thermalanlagen und Bädern zu finden.

Thermalquelle von Şifne (Reisdere)

Die Thermalquelle von Şifne befindet sich auf einer kleinen Halbinsel in der Bucht von Şifne, ca. 5 Kilometer nordöstlich der Thermalquellen von Çeşme. Das heilsame Wasser dieser heissen Quelle wird zur Unterstützung der Behandlung verschiedener Krankheiten verwendet.

Jachthafen

Die Gewässer südlich der Halbinsel von Çeşme zählen zu den beliebtesten Jachtrouten der Türkei. Die Route Çeşme-Kuşadası ist aus Sicht des Jachttourismus die am besten ausgestattete Route in diesen Gewässern.

Der Hafen von Çeşme ist in zwei Bereiche unterteilt, in eine Anlegestelle für Schiffe mit kleinerer Tonnage und eine Marina für bis zu 150 Jachten. Der in den Sommermonaten als reiner Jachthafen verwendete Bereich wird in den Wintermonaten von den Fischern genutzt.

Anlegestelle von Alaçatı

Die südlich von Alaçatı in unmittelbarer Nähe nebeneinander liegenden Buchten sind ein Paradies für Jachtreisende. An der Anlegestelle von Alaçatı können bis zu 80 Boote festmachen. Den Skippern stehen hier zahlreiche Dienstleistungen zur Verfügung.

Çeşme-Altınyunus Jachthafen

Diese Marina, mit ausreichend Anlegeplatz für 70 grosse und 40 kleinere Boote, bietet den Besuchern an den Liegeplätzen Wasser-, Strom-, Telefonanschlüsse und Dienstleitungen für die Wartung, Reparatur und Überwinterung an.

Die natürlichen Strände der Region von Alaçatı, Boyalık, Çeşme, Dalyanköy, Çiftlikköy, Ilıca und Ildırı sind bestens geeignet für verschiedene Wassersportarten.

Çeşme hält auch für Freunde der Jagd auf dem Festland ein reichhaltiges Angebot bereit: Als interessanteste Jagdtiere sind die Wildschweine zu nennen. Nach der Erteilung einer notwendigen Erlaubnis durch die zuständigen Stellen kann jeder auf die Wildschweinjagd gehen. In Çeşme gibt es auch grosse Populationen von Rebhühnern und Hasen. Die Jagdsaison für diese Tiere dauert von September bis Dezember. Çeşme hält für Jagdtouristen auch im Winter komfortable Unterkünfte bereit.

Der Hafen von Alaçatı zählt unter den zahlreichen Surfgebieten der Welt zu den interessantesten, vielfältigsten und sichersten Orten. Das Surfzentrum befindet sich in einer Bucht mit glasklarem Wasser. Die stets optimalen Winde schaffen ideale Surfbedingungen. Daher zählt Alaçatı zu den wichtigsten Surfzentren der Welt.

Das Meer ist hier äusserst seicht, und die grösste Besonderheit von Alaçatı sind die stets wehenden, „Meltem“ genannten Nordwinde, die auch bei grossen Windstärken für eine regelmässige Wellenbildung sorgen. Durch eine Meeresströmung in Windrichtung wird das Surfen noch einfacher.

Alaçatı ist zweifellos das sicherste Surfgebiet unter allen Surfgebieten mit Meltem-Winden. Über die Halbinsel Çeşme, die sich weit ins ägäische Meer erstreckt, wehen vier verschiedene Winde: Meltem, Lodos, Poyraz und Gerence.

Mastixbaum

Diese in Çeşme seit 6000 Jahren kultivierten Bäume sind absolut sehenswert. Ihnen wird das Harz abgezapft, aus dem Mastixmarmelade und der unvergleichliche Reismehlpudding mit Mastixharz zubereitet wird. Das Harz des Mastixbaums wird auch für die Herstellung von Arzneien und Farben verwendet.

Bereits seit Jahrtausenden wird Baumharz in Anatolien zu therapeutischen Zwecken genutzt. Er wurde für die Zubereitung unterschiedlicher Arzneimittel verwendet, beispielsweise für die Behandlung von Tollwut, Schlangenbissen, Magenverstimmungen bis zu Darm- und Lungenerkrankungen.

Archäologisches Museum Çeşme

Das Archäologische Museum, das sich in der historischen Burg von Çeşme befindet, stellt hauptsächlich Funde aus Erythrai, dem Ortskern von Çeşme, aus Alaçatı, Kalemburnu und aus der Bucht von Çeşme aus. Die wichtigsten Exponate sind Überreste von Schiffen und Galeeren, die in der Seeschlacht zwischen der osmanischen und der russischen Flotte vom 6. Juli 1770 gesunken sind, sowie die diese Ereignisse beschreibenden Dokumente, die aus der Russischen Föderation stammen. Ausserdem werden im Museum archäologische und ethnologische Exponate aus seldschukischer und osmanischer Zeit sowie eine historische Münzsammlung ausgestellt.

Hätten Sie’s gewusst? Sieben bedeutende ökumenische Konzile der Christenheit wurden in Anatolien abgehalten. Homer, der bekannte Verfasser der „Ilias“, wurde im westtürkischen İzmir geboren.