Izmir Archaologisches Museum Von Bergama

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Archäologisches Museum von Bergama

Das 1924 gegründete Archäologie- und Völkerkundemuseum bezog sein heutiges Gebäude, das mit Unterstützung des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) von 1933 bis 1936 gebaut wurde im Jahre 1936. Im Museum sind weit mehr als 10 000 Exponate archäologischer und völkerkundlicher Natur sowie historische Münzen ausgestellt. Die archäologischen Funde stammen aus der Bronzezeit, der archaischen Epoche, der Klassik, der Zeit der Herrschaft Alexanders des Grossen und seiner Generäle sowie aus dem römischen und dem byzantinischen Reich. Die völkerkundlichen Ausstellungsstücke stammen vorwiegend aus dem osmanischen Bergama.

Im äusseren Freilichtbereich des Museums sind Grabsteine und Sarkophage

ausgestellt; im Hofgarten sehen Sie architektonisch wertvolle Elemente, wie Hohlreliefs, riesige Statuen und Steininschriften.

Die Webtechnik hat in Bergama eine lange Tradition und ist weit entwickelt. Die Region ist insbesondere für ihre Kelims bekannt. Hier werden aber auch Tuchstoffe, Hemdstoffe, feine und grobe Baumwollstoffe, Wollumhänge, Gebetsteppiche, Läufer und Teppiche gewebt.

Şadırvan Moschee

Dieses seldschukische Bauwerk steht in dem nach ihm benannten Viertel Bergamas. Die Inschrift über der Tür besagt, dass ein Hadschi Hasan, der Sohn von Osman, sie im Jahre 1550 erbaute. Der Moscheebrunnen (Şadırvan) im Innenhof wurde im Jahre 1824 von Abdullah Ağa, dem Woiwoden von Bergama, erbaut.

Seldschukisches Minarett

Dieses befindet sich gleich neben der Şadırvan Moschee und gehörte einst zur zerstörten „Arabermoschee“, von der eben nur dieses Minarett übrig geblieben ist. Sie wird vom Volksmund auch „Zwergminarett“ (Güdük) oder „Fayencenminarett“ genannt. Wegen der architektonischen Charakteristika und wegen der Verzierungen ist dieses Bauwerks in die seldschukische Periode einzuordnen.

Als weitere in Bergama gelegene historische Gebäude sind zu nennen: die Bleikuppelmoschee (Kurşunlu Camii), die Hacı Hekim Moschee am Marktplatz, die Moschee an der Strasse zum Asklepion, die Yeni Moschee und die Emir Sultan Moschee.

Çukur-Gästehaus

Dieses historische Gästehaus lässt sich aufgrund seiner Architektur in die Zeit des 14.-15. Jahrhundert einordnen.

Stein-Gästehaus (Taş Hanı)

Dieses Gästehaus steht in der Rüştiye Mektebi Strasse neben dem Hamam mit dem Namen Küplühamam. Der Inschrift über der Tür zufolge wurde es zur Zeit des Sultans Murads, des Sohnes Mehmeds I., durch einen Baumeister namens Hiybetullah errichtet, welcher der Sohn des Vorbeters Mahmud war. Die Freifläche, auf der sich die Inschrift befindet, wurde mit ausgehöhlten Steinen verziert. Darunter befindet sich ein klassischer türkischer Segmentbogen (mit 9 Segmenten) und Platten aus Marmor.

Kozak-Ebene

Die 20 Kilometer von Bergama entfernte Kozak-Ebene kann über die Verbindungsstrasse zwischen Bergama und Ayvalık erreicht werden. Für die Freunde von Wanderungen in der Natur und für die an den hier angefertigten Webprodukten Interessierte ist ein Besuch in dieser Ebene zu empfehlen.

Schönheitsquelle

Die sogenannte Schönheitsquelle, die sich 4 Kilometer von Bergama entfernt befindet, verfügt über ein überkuppeltes Badehaus mit zwei Bassins aus Marmor. Das zur Zeit des Königs Eumenes von Pergamon erbaute Heilbad war über Jahrhunderte als „Bäder des Äskulap“ weitherum bekannt. Heute befindet sich diese Anlage in einem Waldgebiet von beeindruckender Schönheit Die Wassertemperatur der Heilquelle beträgt ungefähr 35ºC. Das an Natron und Sulfat reiche Heilwasser wirkt lindernd bei rheumatischen Beschwerden und Nerven- und Herzerkrankungen. Es ist überliefert, dass schon Cleopatra während Ihres Besuchs in Bergama hier badete und ihre Schönheit pflegte.

Die eigentümlichen Häuser von Bergama

Mit ihren starken Aussenwänden, ihrer Dielenbauweise und ihren Fenstern und Öffnungen in für Steinhäuser dieser Art typischen Grössen verfügen die Bergama- Häuser über einen hervorragenden Wärmehaushalt. Bei den traditionellen türkischen Häusern gibt es in den oberen Geschossen keine Möglichkeit der Erweiterung nach aussen, deshalb sind Erd- und Obergeschosse nahezu gleich gross. Einige im sogenannten Sakız-Stil gebaute Häuser weichen infolge der hölzernen Erker und Balkone von dieser Tradition ab.

Hätten Sie’s gewusst? Die Schrift wurde von den Anatoliern bereits in frühester Zeit benutzt; die ältesten beschrifteten Tontafeln werden auf das Jahr 1950 v. Chr. datiert. Sie wurden in der frühgeschichtlichen Siedlung Karum, einer assyrischen Handelskolonie bei Kültepe in der heutigen Provinz Kayseri, gefunden.