Izmir Allianoi

izmir-allianoi

Prinzessin der Thermalquellen

Das Heilzentrum wurde 18 Kilometer nordöstlich von Bergama gegründet, weil sich hier die Quellen befinden. Ausgrabungen an der antiken Stätte, die sich im Bereich des durch den Yortanlı- Staudamms entstandenen Sees befindet, gewährleisten die Erhaltung der historisch wertvollen Artefakte für die Nachwelt. Der Fund einer überaus wertvollen Aphrodite-Statue hat der Bedeutung der Stadt eine neue Dimension verliehen.

Es ist bekannt, dass in Allianoi, das eines der bedeutendsten Heilzentren in der Ägäis war, hydrotherapeutische Heilmethoden angewendet wurden. Das im 2. Jahrhundert v. Chr. zunächst als kleines Heilzentrum gegründete, vielleicht auch als Kultstätte verwendete Allianoi entwickelte sich im 2. Jahrhundert n. Chr. unter Kaiser Hadrian zu einer prachtvollen Stadt und Stätte der Heilkunst.

Die Stadt war bis ins 11. Jahrhundert andauernd besiedelt. Eine römische Brücke und ein römisches Bad sind bis heute erhalten geblieben.

Bei den Ausgrabungen gefundene Werkzeuge aus Feuerstein zeugen von der prähistorischen Siedlungsgeschichte der Region.

Ausserdem brachten die Ausgrabungen zu Tage: Küchengegenstände der Spätantike, wie Trinkbecher, Waagen, Töpfe und Pfannen, eine Büste des Gottes der Heilkunst und der Medizin Asklepion, der in der griechischen und römischen Antike gleichermassen verehrt wurde, Mosaiken eines römischen Bades, Vasen, eine Unterführung und ein Teil eines antiken Therapiezentrums.

Nördlich von İzmir gibt es noch weitere antike Siedlungsstätten. Nur noch einige seien hier genannt: Perpene in der Kozak-Ebene im Kreis Bergama, Atterneus in Dikili, Lebedos in Gümüldür-Ürkmez und Hypaia in der Nähe von Ödemiş.

Hätten Sie’s gewusst? Zahlreiche Menschen, die im Zweiten Weltkrieg aus ihren Ländern flüchten mussten, fanden in der Türkei eine sichere neue Heimat. Die Phokaäer, die Gründer der Stadt Foça im westlichen Anatolien, waren die Begründer zahlreicher Mittelmeerkolonien, etwa der italienischen Stadt Veila, der spanischen Stadt Ampurias und des französischen Marseille