Istanbul Unterirdische Zisterne

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Ein Mangel an Trinkwasserquellen war möglicherweise der einzige Standortnachteil İstanbuls. Allerdings verstand man es in der byzantinischen wie auch in der osmanischen Zeit, diesen Nachteil wettzumachen. Noch bevor die Stadt zur Hauptstadt des byzantinischen Reiches gekürt wurde, unternahm man Anstrengungen, Trinkwasser in die Stadt zu leiten. Die in der byzantinischen Zeit errichteten Zisternen der Stadt sind ebenfalls ein Ergebnis dieser Bemühungen.

Das bekannteste dieser Bauwerke ist zweifelsohne die der Hagia Sophia direkt gegenüber gelegene unterirdische Zisterne, die zu byzantinischer Zeit einen Grossteil des Wasserbedarfs der Stadt lieferte. Diese Zisterne trägt auch den Namen «Versunkener Palast“. Betritt man dieses unterirdische Bauwerk, erkennt man den Grund für diese Namensgebung: Die Decke der Zisterne wird von 336 Säulen getragen.

Eine dieser Säulen wird als „weinende Säule“ bezeichnet, da darauf zahlreiche Augen und Tränen gearbeitet sind. Da die Säule ständig feucht ist, erscheint es dem Betrachter tatsächlich so, als würde sie weinen. Über Holzstege, unter denen Fische hinwegschwimmen, können Sie zum interessantesten Ort der Zisterne gelangen: zur Medusa.

Eine Sage erzählt, dass diejenigen, die in deren Antlitz blickten, zu Stein erstarrten. Man nimmt an, dass die Medusa, die hier als Säulensockel dient, hierher gebracht und auf den Kopf gestellt wurde, um die Stadt vor dem Bösen zu schützen.

Insbesondere an heissen Sommertagen fällt es einem schwer, die kühle Zisterne zu verlassen, gibt es doch noch jede Menge zu sehen. Eine dieser Sehenswürdigkeiten ist das türkische Bad, das Süleyman der Prächtige im Namen seiner geliebten Gattin Roxelane errichten liess – sie wurde später Hürrem Sultan genannt, und deshalb heisst das Bad das Haseki Hürrem Hamam. Das durch den berühmten Baumeister Sinan errichtete Badehaus steht zwischen der Hagia Sophia und der Blauen Moschee.

Die als Sklavin und Konkubine in den Palast gebrachte Roxelane erhielt im Harem ihre Bildung; in kurzer Zeit konnte sie mit ihrem Intellekt und ihrer Schönheit das Interesse Süleymans erwecken. Unter dem Namen Hürrem Sultan nahm sie einen wichtigen Platz in der osmanischen Geschichte ein, was sich auch in den zahlreichen Bauten widerspiegelt, die sie Sinan in ihrem eigenen Namen in Auftrag gab. Ihr Grabmal steht im Hof einer der prächtigsten Bauten İstanbuls: der Süleymaniye Moschee, gleich neben dem Grabmal von Süleyman dem Prächtigen.

Neben dem Mittelmeer-Urlaubsort Antalya ist İstanbul eine der beliebtesten Destinationen der Touristen aus aller Welt, die alljährlich die Türkei besuchen. Darüber hinaus zählt die Stadt mit ihren modernen Kongresszentren zu den bedeutendsten Kongressstädten Europas. In İstanbul haben Sie die Wahl zwischen luxuriösen Hotels, in geschichtsträchtigen Gebäuden eingerichteten Boutique-Hotels oder traditionsreichen Gästehäusern, deren Geschichte Jahrhunderte zurückreicht.