İstanbul Die Byzantinische Epoch

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Purpur ist die Farbe der Blüten des Judasbaums und zugleich die Farbe der byzantinischen Herrscherdynastien. Die auch als Herrscher des „purpurnen Blutes“ bezeichneten Kaiser von Byzanz wurden in Kammern geboren, die mit purpurfarbenen Stoffen ausgekleidet waren; bei ihren Krönungszeremonien trugen sie purpurfarbene Umhänge und bei ihrem Tode wurden sie in purpurfarbene Sarkophage gebettet – ihr gesamtes Leben war von der Farbe Purpur geprägt.

İstanbuls purpurrote Epoche begann mit der Ernennung der Stadt zur Reichshauptstadt durch den byzantinischen Kaiser Konstantin im Jahre 330. Bis zu ihrer Eroberung durch die Osmanen im Jahre 1453 sollte das damalige Konstantinopel diesen Status behalten. Um sie zur schönsten Stadt der Welt zu machen, wurde sie auch in den magersten Jahren des Byzantinischen Reiches mit zahllosen Bauwerken geschmückt.

Als das Römische Reich für seine Feldzüge gegen Osten eine geeignete Bastion auszuwählen hatte, musste man nicht lange überlegen: Wegen der unvergleichlichen Schönheit und der einmaligen strategischen Lage begann für İstanbul damit die Geschichte als Hauptstadt des Reiches. Tatsächlich weist İstanbul einige Ähnlichkeiten mit Rom auf, weshalb ihr dieser Titel zu Recht gebührt.

Beide Städte wurden auf sieben Hügeln errichtet; İstanbuls erstes Siedlungsgebiet ist von drei Seiten vom Marmarameer und vom Haliç umgeben, während das antike Rom vom Fluss Tiber umsäumt war; beide Städte hatten ursprünglich die Form eines spitzen Keils. Möglicherweise haben diese Parallelitäten bei der Auswahl des „Neuen Roms“ tatsächlich eine Rolle gespielt.

Allerdings gab man sich nicht mit der rein physischen Ähnlichkeit zufrieden, sondern wandte alle Mittel des Reiches auf, um die neue Hauptstadt noch schöner zu gestalten, als die alte je war. Als Resultat dieser Anstrengungen entstand über die Jahrhunderte das heutige İstanbul. Byzanz ist eigentlich die Fortführung Roms, weshalb die Byzantiner sich auch bis zum Niedergang ihres Reiches als Römer betrachteten.

Allerdings gab es einen wesentlichen Unterschied zwischen den Byzantinern und ihren Vorgängern: das Christentum. Statt römischer Tempel errichtete man in Byzanz Kirchen – so entstanden in Konstantinopel die schönsten Bauten zur Ausübung der neuen Religion.

Über dieser historischen Halbinsel verteilten Bauwerke spiegeln die unvergleichlichen architektonischen und darstellerischen Merkmale tausendjähriger byzantinischer Kunst wider. Ein Teil der in İstanbul zu findenden byzantinischen Bauten waren öffentliche Bauwerke, etwa Hippodrom, Zisternen, Schlösser, Plätze und Prachtstrassen, Denkmäler und Stadtmauern.

Die Identität İstanbuls, die in der Geschichte von Byzanz ihren Ursprung hatte, wurde in der Folge durch ein anderes Reich geprägt – durch dasjenige der Osmanen.

Neben dem Mittelmeer-Urlaubsort Antalya ist İstanbul eine der beliebtesten Destinationen der Touristen aus aller Welt, die alljährlich die Türkei besuchen. Darüber hinaus zählt die Stadt mit ihren modernen Kongresszentren zu den bedeutendsten Kongressstädten Europas. In İstanbul haben Sie die Wahl zwischen luxuriösen Hotels, in geschichtsträchtigen Gebäuden eingerichteten Boutique-Hotels oder traditionsreichen Gästehäusern, deren Geschichte Jahrhunderte zurückreicht.