İstanbul Das Wertvollste Erbe Des Osmanischen Reiches

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Ein weiterer Aspekt, der İstanbul zu einer der schönsten Städte der Welt macht, ist die harmonische Verbindung zwischen den Schönheiten der Natur und den prächtigen, von Menschenhand geschaffenen Kunstwerken. Die bedeutendste Bautätigkeit in der Stadt begann in der byzantinischen Zeit und erreichte während der Herrschaft des Osmanischen Reiches ihren ästhetischen Höhepunkt.

İstanbul, das nach der Eroberung durch Sultan Mehmed II. („der Eroberer“) zur Hauptstadt des Osmanischen Reiches ernannt wurde, versah man in den folgenden 450 Jahren stets mit den schönsten Beispielen zeitgenössischer Osmanischer Kunst. Die Bautätigkeit, die gleich nach der Eroberung der Stadt einsetzte, wurde unter Mehmeds Nachfolger, Sultan Bayasid II., intensiviert. Etwas später entstanden aus der Hand des sagenhaften Baumeisters Sinan (ca. 1497 - 1588) die schönsten Beispiele osmanischer Architektur.

Diesem weltweit bekannten türkischen Architekten und Baumeister verdanken wir zahlreiche Bauwerke, die noch heute die Silhouette İstanbuls prägen. Zweifelsohne trug der Umstand, dass seine Schaffensperiode in die Blütezeit des Osmanischen Reiches fiel, einiges zu diesem Erfolg bei. Sultan Süleyman, der den Beinamen „der Prächtige“ trug, stellte Sinan – in einer Zeit, als die Goldkammern des Osmanischen Reiches am reichsten gefüllt waren, – deren Inhalt grosszügig zur Verschönerung İstanbuls zur Verfügung.

Diese Generosität wusste Sinan mit seinen herausragenden Fähigkeiten zu schätzen; er entwarf Bauwerke, die ihre Betrachter noch heute in Staunen versetzen. Viele seiner genialen Nachfolger bildete er selber aus, und so trug er auch über seinen Tode hinaus zur ästhetischen Gestaltung İstanbuls bei. Die Stadt İstanbul, die einst zu den wichtigsten Städten des Römischen Reiches gehörte, gelangte durch ihre Bauten (Moscheen, öffentliche Bäder, Gästehäuser und Grabmäler) zu einer neuen Identität.

Einmal mehr in ihrer Geschichte wurde sie zu einer Stadt, die bei ihren Besuchern Begeisterung auslöste. Die Osmanen, die anderen Religionen mit Toleranz begegneten, liessen zur bequemen Ausübung der religiösen Pflichten durch Christen und Mosaischen Glauben angehörenden in İstanbul, wie in ganz Anatolien, Kirchen und Synagogen erbauen bzw. weihen.

Aus diesem Grund stehen auch in İstanbul Moscheen, Kirchen und Synagogen oftmals eng beieinander. So machten die Osmanen aus İstanbul ein Symbol religiöser Toleranz und Brüderlichkeit.

Asiatisch und Europäisch Zugleich: İstanbul ein Reiseführe

Wie zwei Verliebte, die sich nacheinander sehnen, die aber – durch den Boğaz getrennt – nie zueinander finden werden, stehen sich hier Asien und Europa gegenüber. Die Stadt İstanbul ist es, welche die beiden Verliebten letztlich doch vereinigt. Sie zeigt sich ihren Besuchern einerseits mit einem geheimnisvollen asiatischen Flair und begegnet ihnen andrerseits als europäische Metropole.

Während an einer Ecke die filigran anmutenden Minarette der Moscheen, die Symbole des Islams, emporragen, sieht man anderswo Kirchen und Synagogen stehen. Das heutige Stadtbild ist geprägt von einer Komposition moderner und historischer Bauwerke, und an jeder Ecke kann man immer wieder neue Schätze entdecken. İstanbul nur ein paar Tage zu besuchen und dabei alle Nuancen dieser Stadt kennenlernen zu wollen, ist nahezu aussichtslos.

Um diese unvergleichliche Stadt wirklich in jeder Hinsicht zu erleben, muss man mindestens einige Wochen einplanen. Anstatt sich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu bestimmten Zielen fahren zu lassen, kann es interessanter sein, die Gassen zu Fuss zu erkunden und die Atmosphäre dieser Stadt in sich aufzunehmen. Daher stellen wir Ihnen einige unbedingt sehenswerte Stellen İstanbuls in Form von Spazierrouten vor.

Die historische Palasthalbinsel auf der europäischen Seite:

Hier heissen die Routen „Im Innern der Palastmauern“, „Die Blaue Moschee und ihre Umgebung“, “Von Eminönü zur Süleymaniye Moschee - und zurück“ sowie “Der Stadtteil Fatih am Haliç”.

Ausserdem können Sie bei Ausflügen in die Stadtteile „Fener und Balat“ sowie bei einer Tour „Entlang der Stadtmauern“ verschiedene aus dem byzantinischen Erbe stammende Bauwerke an der alten Mese-Strasse besichtigen, die unter den Osmanen in Divanyolu umbenannt wurde. Auf diese Weise lernen Sie die historische Palasthalbinsel bestens kennen.

Das europäische Boğazufer:

Diese Route führt aus der Antike ins Osmanische Reich, vom Handelsviertel Galata und seiner Umgebung bis nach Ortaköy und Beyoğlu, wo heute İstanbuls angesagtesten Lokalitäten zu finden sind.

Das asiatische Antlitz İstanbuls:

Diese Route führt dem Boğaz entlang durch die Stadtteile Kadıköy und Üsküdar auf der asiatischen Seite İstanbuls, wo schon die byzantinischen Kaiser und osmanischen Sultane ihre Jagd- und Erholungsgründe hatten.

Rundfahrt auf dem Boğaz:

Wenn Sie sich einmal zur selben Zeit zwischen und auf zwei Kontinenten aufhalten wollen, können Sie an einer Bootsrundfahrt über den Boğaz teilnehmen, der das Marmarameer mit dem Schwarzen Meer verbindet. Um sich dem Trubel der Stadt zu entziehen, können Sie ausserdem eine der Prinzeninseln besuchen, die vor İstanbul liegen.

Neben dem Mittelmeer-Urlaubsort Antalya ist İstanbul eine der beliebtesten Destinationen der Touristen aus aller Welt, die alljährlich die Türkei besuchen. Darüber hinaus zählt die Stadt mit ihren modernen Kongresszentren zu den bedeutendsten Kongressstädten Europas. In İstanbul haben Sie die Wahl zwischen luxuriösen Hotels, in geschichtsträchtigen Gebäuden eingerichteten Boutique-Hotels oder traditionsreichen Gästehäusern, deren Geschichte Jahrhunderte zurückreicht.