Sivas Prachtvolle Seldschukische Bauwerke

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Diese bedeutende Stellung wird von den architektonischen Denkmälern unterstrichen. Die Ulu-Moschee stammt aus der Zeit der Danischmenden, seldschukische Bauwerke sind die Izzeddin Keykavuz Şifahanesi aus dem 13. Jh., bei der es sich um ein Krankenhaus und eine medizinische Schule handelt, die wunderschön verzierte Gök-Medrese, die Doppelminarette der Çifte-Minare- Medrese und die Buruciye-Medrese, die alle die Ästhetik der Seldschukenzeit wiederspiegeln. Für die Türkei, ist Sivas eine Stadt mit historischer Bedeutung.

1919 entschied der Nationalkongress in Sivas über den Abzug der ausländischen Truppen aus der Türkei. Heute ist das Gebäude aus dem 19. Jh., in dem der Kongress stattfand, restauriert und beherbergt das Atatürk- und Kongressmuseum mit einer Ausstellung über den Befreiungskrieg sowie eine ethnographische Ausstellung.

In der Buruciye-Medrese stellt das Museum für Archäologie und Steinkunst Funde aus lokalen Ausgrabungen und reliefverzierte islamische Grabsteine aus. Das Akaylar-Mansion-Museum aus dem 19. Jh. ist jetzt ein ethnographisches Museum. In der Stadt, die wegen ihrer feinen Webarbeiten einen vortrefflichen Ruf geniesst, werden die berühmten Sivas-Teppiche verkauft.

Im Dorf Sivrialan gedenkt das Aşık-Veysel- Museum dem berühmten türkischen Poeten (1884-1973), der hier geboren wurde, gelebt hat und gestorben ist. Kangal, 68 km südlich von Sivas, ist die Heimat der gleichnamigen bekanntesten türkischen Hunderasse. Der Name leitet sich vom lateinischen "canis galliensis" (Hund der Galater) ab, den die Galater im 3. Jh. v. Chr. mit sich führten.

Die Tiere mit dem goldfarbenen Fell sind klassische Hirtenhunde, haben sich aber auch als Polizei und Wachhunde bewährt. Zwölf Kilometer nordöstlich von Kangal befindet sich das bekannte Heilbad Balıklı Kaplıca. Das 36 Grad heisse Wasser enthält Bikarbonat, Kalzium und Magnesium. Die kleinen Fische, die mit dem Wasser aus dem Boden sprudeln, sollen bei Hautkrankheiten helfen.

Sivas-Zwillingsminarett-Moschee

In der Provinz Sivas befinden sich ausserdem die bekannten Kurbäder Sıcak Çermik (heisse Heilquelle) und Soğuk Çermik (kalte Heilquelle). Sivas bietet auch Möglichkeiten für Wintersport am Skizentrum des Berges Yıldız. Früher ein byzantinischer Aussenposten, war Divrigi im 12. und 13. Jh. die Hauptstadt der türkischen Mengüdscheken. Obwohl etwas abseits gelegen, kommen die Besucher nach Divrigi, um die Ulu-Moschee und das Krankenhaus zu besichtigen, die 1229 erbaut wurden.

Die seldschukische Steinmetzarbeit erreicht ihren Höhepunkt in den Tier- und Blumenschnitzereien an den Portalen, die die UNESCO auf die Liste des Weltkulturerbes gesetzt hat.

Divriği Ulu Moschee und Krankenhaus

Die Divriği Ulu Moschee und das angrenzende Krankenhaus wurden von Emir Ahmet Schah im Jahre 1228 erbaut. Die Moschee besitzt einen einzigen Gebetsraum und ist gekrönt mit zwei Kuppeln. Einige der einzigartigen Eigenschaften dieses Meisterwerks der islamischen Architektur enthalten die sehr anspruchsvolle Technik der Gewölbekonstruktion und eine kreative, überschwängliche Art der dekorativen Bildhauerei. Dies ist besonders deutlich an den drei Türöffnungen, die im Gegensatz zu den schmucklosen Innenwänden stehen.

Sivas war im Mittelalter ein wichtiges Handelszentrum und befand sich an der Kreuzung der Karawanenwege nach Persien und Bagdad. Von 1142-1171 war es die Hauptstadt der Danischmenden-Dynastie und während der Seldschukenherrschaft ein bedeutendes städtisches Zentrum.