Konya Tourismusziele In Der Nahe

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Konya, in der römischen Zeit Iconium genannt, gehört zu den ältesten Städten der Türkei mit ununterbrochener Besiedelung. In jener Zeit, die von kulturellen, politischen und religiösen Veränderungen geprägt war, gründete der Mystiker Mevlana Celaleddin-i Rumi einen Sufi-Orden, der im Westen als der Orden der tanzenden Derwische bekannt wurde.

Das beeindruckende Mevlana-Mausoleum mit seinen grünen Kacheln ist das berühmteste Bauwerk von Konya. Es befindet sich neben der einstigen Lehranstalt der Derwische, die heute ein Museum mit Schriftstücken des Ordensgründers und Objekten aus der Geschichte des Ordens beherbergt. In der ersten Dezemberhälfte hält der immer noch aktive Orden eine Zeremonie zu Ehren der tanzenden Derwische ab, die dann in weisser Kleidung ihr kontrolliertes, tranceähnliches Drehritual (Sema) vollziehen, das eine grosse Faszination auf die Zuschauer ausübt.

Konya-Sultan-Selim-Moschee

Die an der Stelle der alten Zitadelle errichtete Alaeddin-Moschee wurde 1220 unter dem mächtigen seldschukischen Sultan Alaeddin Keykubat vollendet und dominiert auch heute noch die Skyline von Konya. Auf dem Areal der Moschee befinden sich Überreste des Seldschuken-Palastes. In der Karatay-Medrese, die nun ein Museum ist, werden bemerkenswerte Keramikarbeiten der Seldschuken gezeigt.

Die İnce-Minareli-Medrese aus dem Jahr 1258 auf der anderen Seite der Moschee beeindruckt besonders wegen ihres schönen seldschukischen Portals. Die Sırçalı-Medrese und der Sahip-Ata- Komplex sind weitere Beispiele der seldschukischen Baukunst. Besonders interessant ist auch das Archäologische Museum von Konya. Das Koyunoğlu- Museum beherbergt verschiedene naturgeschichtliche und ethnographische Sammlungen, in denen unter anderem alte Kilims (Teppiche) ausgestellt werden. Im Museum ist auch das restaurierte Haus (İzzettin Koyunoğlu) einer wohlhabenden Familie der Stadt aus dem vorigen Jahrhundert zu besichtigen.

Konya-Beyşehir-See

In Sille, 8 km nördlich von Konya, sind die byzantinische Aya-Eleni-Kirche und Felsenkapellen, die mit Fresken versehen wurden, sehenswert. Das nordwestlich von Konya gelegene Akşehir ist landesweit bekannt, denn hier wurde im 13. Jahrhundert der Humorist Nasreddin Hoca geboren, dessen Mausoleum in der Stadt steht. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Altınkale-Mescidi- und die Ulu-Moschee aus dem 13. Jahrhundert.

Im Sahip-Ata- Mausoleum ist heute das Stadtmuseum untergebracht. Wenn Sie nach Süden in Richtung Beyşehir fahren, sollten Sie in Eflatun Pınar in der Nähe des Beyşehir-Sees, des drittgrössten der Türkei, Halt machen und das ungewöhnliche hethitische Quellheiligtum besuchen. Beyşehir am Ufer des Sees besitzt einige interessante Seldschuken-Bauwerke.

Konya-Eşrefoğlu-Moschee-Beyşehir

Der westliche Teil des Beyşehir-Sees ist heute ein Nationalpark und landschaftlich sehr reizvoll. Die Eşrefoğlu-Moschee und die Medrese sowie der Sommerpalast Kubad-Abad in bzw. bei Beyşehir sind sehr sehenswert. Auf der Kızkalesi-Insel gegenüber dem Kubad-Abad-Palast steht ein weiterer Palast aus dem Mittelalter. Die Hacı-Akif-Insel lädt zur Entspannung und Erholung ein.

In der Umgebung von Karapınar, 94 km südöstlich von Konya, gibt es zahlreiche Kraterseen. Der Meke-Kratersee, 7 km südöstlich von Karapınar, ist besonders berühmt, denn in der Mitte des Sees ragt eine Insel empor-ein echtes Naturwunder. Ebenfalls imposant ist der Acı-Kratersee, der 8 km von Karapınar entfernt nördlich der nach Ereğli führenden Strasse liegt.

Ereğli, eine der grössten Kreisstädte in der Provinz Konya, ist von gelben Kirschbäumen umgeben. Im Archäologischen Museum von Ereğli werden Artefakte aus der Zeit der Hethiter, Römer, Byzantiner und Seldschuken ausgestellt.

Etwa 180 km östlich von Konya und 18 km südlich von Ereğli befindet sich das späthethitische Felsrelief von İvriz, das zu den besterhaltenen hethitischen Felsbildern in der Türkei gehört und einen König sowie einen Gott mit Feldfrüchten darstellt. Lukianus Monument, Beyşehir Meke Kratersee, Karapınar.

Die Jungsteinzeitliche Stätte von Çatalhöyük, Konya

Çatalhöyük, 45 km südlich von Konya gelegen, ist als eine der frühesten Siedlungen der Jungsteinzeit bekannt, deren Überreste Aufschluss über die Anfänge menschlichen Siedlungswesens geben. Bei Grabungen wurden einzigartige Beispiele frühester Architektur und Malerei sowie Objekte des Muttergöttinnen-Kults freigelegt. Einige der einzigartigen Funde hat man auf 7400 v. Chr. datiert. Anhand der Entdeckungen in dieser Fundstätte, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, konnte man sich ein besseres Bild von den Anfängen der Landwirtschaft und der Zivilisation machen.

Konya-Çatalhöyük

Der Aufbau der Siedlung deutet darauf hin, dass die Sozialstruktur der Menschen von Çatalhöyük auf Gleichberechtigung beruhte. Des Weiteren fand man heraus, dass hier bereits in der Jungsteinzeit Bergbau betrieben wurde, neben Jagen, Sammeln und landwirtschaftlicher Arbeit. Eine Besonderheit ist die erstmalige Darstellung einer Stadt in einer Wandmalerei. Es wurden auch Siegel aus Ton gefunden, die dazu benutzt wurden, Eigentum zu kennzeichnenein Konzept, das den Bewohnern der Siedlung demnach bereits vertraut war.

Im 12. und 13. Jahrhundert war sie die Hauptstadt der Seldschuken und gehört heute zu den kulturgeschichtlich bedeutendsten Orten in der Türkei.