Kars Ein Wintermarchen

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Kars befindet sich am Übergang zwischen Anatolien und dem Kaukasus. Die Besucher können die monumentalen Bauten und historischen Werke der Stadt besichtigen. Bei der Reiseplanung sollten Sie die Jahreszeit berücksichtigen, denn die Gegend ist die meiste Zeit des Jahres mit Schnee bedeckt!

Das Stadtzentrum von Kars unterscheidet sich deutlich von jenem anderer Städte. Die meisten über 100 Jahre alten prunkvollen und eleganten Gebäude, die während der russischen Besatzung errichtet wurden, liegen auf beiden Seiten breiter Straßen, die einander kreuzen. Diese Strukturen, die nach wie vor in Verwendung sind, bilden das bedeutsame architektonische Vermächtnis der Stadt.

Kars-Burg

Die Stadt erstreckt sich am Fuß einer beeindruckenden Festung aus dem zwölften Jahrhundert. Die nahe gelegene Havariler- Kirche (Apostelkirche aus dem zehnten Jahrhundert) zeigt eine interessante Mischung verschiedener architektonischer Einflüsse.

Die Flachreliefs der zwölf Apostel in ziemlich steifer und unbeholfener Haltung umgeben die äußere Kuppeltrommel. Im Archäologischen Museum sind schöne Holzschnitzereien, eine einmalige Sammlung mit Münzen aus der umliegenden Region und ethnographische Exponate zu sehen.

Kars ist vor allem wegen seiner außergewöhnlichen Kilims (Teppiche) bekannt und besitzt ein reiches Erbe an Volkstänzen, die bei den Besuchern sehr beliebt sind. Auf den Hochalmen stellen die Einheimischen ausgezeichneten Kaşar-Käse und köstlichen Honig her. An der historischen Seidenstraße, etwa 42 Kilometer östlich der Stadt, liegen die Ruinen der mittelalterlichen Stadt Ani (Ocaklı).

Kars-Fethiye-Moschee

Die Ani-Ruinen, die im Jahr 2016 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurden, umfassen zahlreiche Kirchen, Moscheen und Karawansereien und sind von beeindruckenden Befestigungsmauern umgeben. Nach der Besichtigung der Ani-Ruinen können Sie dem Wintersportzentrum in Sarıkamış einen Besuch abstatten, das inmitten eines malerischen Pinienwaldes über Ferienhotels verfügt.

Das Zentrum bietet jedes Jahr eine 120-tägige Wintersportsaison. Sarıkamış und seine Umgebung bieten hervorragende Bedingungen für den alpinen Skisport, für Skitouren und Skilanglauf. Die Stadt verfügt über einen sicheren Hafen sowie ein Sumpfgebiet beim Kuyucuk-See, das über 200 Vogelarten eine Heimat bietet und somit für Vogelbeobachter ein regelrechtes Paradies darstellt.

Die Vögel rasten an diesem spektakulären Geschenk der Natur, um während der Zugzeit zu brüten, zu nisten und zu füttern. Frühling und Herbst sind die idealen Jahreszeiten, um Dutzende von Vogelarten an einem Ort zu sehen. Abgesehen von den Reichtümern der Natur, die die Besucher anlocken, bietet die Region Kuyucuk viele weitere Orte, wie etwa das Dorf Kuyucuk, die Geschichtsund Kulturliebhaber in ihren Bann ziehen.

Kars-Sarikamıs

Überall im Dorf findet man Spuren der Duchoborzen (einer russischen Religionsgemeinschaft), die während des Osmanisch-Russischen Krieges von Russland hierher zogen. Die alten Häuser, die sich entlang der Straße erstrecken, fallen durch ihre ausgeprägten architektonischen Merkmale sofort ins Auge.

Archäologische Stätte Ani-UNESCO

Ani, das sich auf einem abgelegenen Plateau in der türkischen Stadt Kars befindet, beherbergt militärische, religiöse und Wohngebäude sowie Festungen, die mehrere Hundert Jahre alt sind. Diese Strukturen spiegeln die Merkmale des mittelalterlichen Städtewesens wider, das von Christen und Muslimen im Laufe von Jahrhunderten geprägt wurde.

Ani wuchs im zehnten und elften Jahrhundert n. Chr. zu einer prachtvollen Hauptstadt des armenischen Bagradit- Königreichs mit einer Bevölkerung von über 100.000 Einwohnern an und avancierte durch die Kontrolle eines Asts der Seidenstraße zu einer Wirtschaftsmacht.

Selbst als sie unter die Herrschaft der Byzantiner, der Seldschuken und der Georgier gelangte, spielte sie weiterhin eine wichtige Rolle als Handelsdrehscheibe. Nach der Invasion der Mongolen und einem verheerenden Erdbeben im Jahr 1319 begann jedoch der Niedergang der Stadt.

Dank der technisch und künstlerisch modernen Strukturen dieser Region, die zwischen dem siebten und dem 13. Jahrhundert n. Chr. errichtet wurden, liefert diese archäologische Stätte den heutigen Archäologen wertvolle Informationen über die Entwicklung der mittelalterlichen Architektur.

Zu weiteren kulturellen Sehenswürdigkeiten aus derselben Zeitepoche zählen eine Kirche, eine später errichtete Moschee sowie das Gebäude der Dorfschule.