Das Grune Schwarzmeer

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Die saftig grüne und üppig feuchte Schwarzmeerregion der Türkei überrascht alle, die denken, dass das Land nur aus öder Steppe besteht. Das Hochland am Schwarzen Meer ist mit bunten Wildblumenwiesen und dichten Wäldern gesegnet, die die Berghänge in üppiges Grün tauchen. Auf dem Weg von der Küste in die Berge weicht das feuchte, neblige Wetter strahlendem Sonnenschein und sauerstoffreicher, frischer Bergluft.

Die geographische Formation dieser Region der Türkei unterscheidet sich sehr von derjenigen Westanatoliens, wo die Gebirgskämme von der zentralen Hochebene wie Finger einer Hand ausstrahlen. Hier beherrscht eine einzige Gebirgskette die Küste, die meistens nicht mehr als 50 km davon entfernt ist. Die Flüsse haben sich dem Terrain angepasst und fließen parallel zur Küste, bis sich Spalten in der Bergkette zum Meer hin öffnen.

Schwarzmeer

Dichte Föhren- und Kieferwälder bedecken die Berge, und in den tiefer gelegenen Ebenen und Tälern gedeihen eine üppige Vegetation und viele Feldfrüchte. Entlang der Küste bieten kilometerlange einsame und wunderschöne Strände viel Sonne, Meer und Erholung. Im Frühling breitet sich die zarte Blütenpracht der Wildblumen wie ein Teppich auf den weitläufigen Wiesen an den östlichen Hängen aus.

Die Holzhäuser in den Fischerdörfern und Bergweilern haben den regionalen und traditionellen architektonischen Stil bewahrt. Das feuchte Klima und der fruchtbare Boden fördern den Anbau einer Vielzahl an Nutzpflanzen, einschließlich Tee, Tabak, Getreide und Haselnüsse. Die Magie einer so vielfältigen Landschaft ist für jeden Naturliebhaber unwiderstehlich, ganz gleich ob Wanderer, Bergsteiger oder Kanufahrer oder ob er die Region mit dem Mountainbike oder bei einer Jeep- Safari erkunden möchte.

Die schönsten Hochalmen des Schwarzen Meeres befinden sich in den Provinzen Sinop, Ordu, Giresun, Trabzon, Rize, Artvin, Gümüşhane und Bayburt. In der gesamten Türkei nehmen die Hochalmen und die Lebensweise ihrer Menschen einen wichtigen Platz in der reichen Kulturlandschaft ein. Deshalb wurde die Region zur Tourismusentwicklungszone der Hochalmen und der Natur erklärt und eine Strategie zur Förderung der Outdoor-Aktivitäten wie Camping, Golfen, Skifahren, Höhlenwandern, Gleitschirmfliegen, Rafting und Reiten entwickelt.

Schwarzmeer-Rize

So hat man beispielsweise die Fischerhütten in Şile, Akçakoca, Amasra, Cide, Çaylıoğlu und Sinop restauriert und für den Tourismus zugänglich gemacht. Das Ziel ist es, die Hochalmen der Schwarzmeerregion zu einem Schwerpunkt für die Entwicklung des Ökotourismus mit Campingplätzen in sorgfältig geplanten Naturschutzgebieten zu machen. Neben landschaftlichen Schönheiten und Outdoor-Aktivitäten ist die Schwarzmeerregion reich an Geschichte und Kulturgütern.

Ihre Besiedlung begann im 12. Jh. v. Chr. Da sie an den Durchgangsstraßen zwischen Europa und Asien liegt, war sie schon immer sehr begehrt und hat oft die Herrscher gewechselt. Das Königreich Pontos, die Römer, die Turkstämme und Mongolen haben alle um die Kontrolle der Region gekämpft und sie zeitweise beherrscht. Nach der Eroberung von Istanbul im Jahre 1453 wurde das Gebiet schrittweise von den Osmanen in Besitz genommen.

Schwarzmeer-Çamlıhemşin

Die Lebensarten und Traditionen der heutigen Einwohner widerspiegeln all diese unterschiedlichen Kulturen, die ihre Spuren an den Ufern des Schwarzen Meeres hinterlassen haben.

Die Bergkette, die parallel zur Küste im Norden der Türkei verläuft, bildet eine Mauer zwischen dem Schwarzen Meer und dem anatolischen Hochland.