Corum Die Hauptst Adt Der Hethiter

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Çorum ist wegen seines historischen, archäologischen und kulturellen Reichtums ein wichtiges Reiseziel für den Tourismus geworden. Beim Besuch der archäologischen Stätten werden Sie auf Götter und Göttinnen treffen, die Legenden wahr werden lassen. Die intakten, geschützten Grünflächen der Stadt geben Ihnen ein erfrischendes, belebendes Gefühl, wenn Sie hier den Outdoor-Aktivitäten nachgehen. Sie können in der Stadt aber auch an vielen Kunstveranstaltungen, Festivals und Kulturausflügen teilnehmen. Dank seines kulturellen und historischen Reichtums bietet Çorum die perfekten Voraussetzungen, um die Vergangenheit mit der Gegenwart zu verbinden.

Alle wichtigen frühhethitischen Stätten liegen in Çorum im Nationalpark Boğazkale, zwischen Yozgat und der Stadt Çorum. Imposante Doppelwälle verlaufen hinter dem Königstor, Löwentor und Yerkapı (wörtl. Tor im Boden, das ein unterirdischer Tunnel ist) und umgeben Hattusha, die Hauptstadt der Hethiter, im heutigen Boğazkale. Hattusha steht auf der UNESCO Welterbeliste und ist wegen der mehr als 70 Tempel auch als Stadt der Tempel bekannt.

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Die grössten Ruinen sind die eines monumentalen Tempels, der dem Sturmgott Teshup geweiht war. Die Akropolis umschliesst die Regierungsgebäude, den königlichen Palast und die Archive des Hethiterreiches. 1180 v. Chr. zerstörten die Phryger die Stadt. Im Anschluss an die grossflächigen Ausgrabungen hat man die Stadtmauern restauriert. Yazılıkaya, ein Felsenpantheon unter freiem Himmel aus dem 13. Jh. v. Chr., zeigt meisterhafte Reliefs der hethitischen Götter und Göttinnen.

Alacahöyük, nördlich von Boğazkale, an der Strasse nach Çorum, war in der Bronzezeit das Zentrum der blühenden hattischen Kultur. Die prachtvollen hattischen Gold- und Bronzeobjekte im Museum für Anatolische Zivilisationen in Ankara stammen aus den bronzezeitlichen Königsgräbern. Alle Überreste, die sich in Alacahöyük befinden, wie das Sphinxtor, datieren in die hethitische Zeit.

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Bedeutende hethitische Siedlungen in der Provinz Çorum sind Alişar und Masathöyük, so wie Şapinuva im Landkreis Ortaköy, das in einer wunderschönen Landschaft am Fluss Çekerek liegt. Şapinuva war die zweitwichtigste Stadt des hethitischen Reiches. Das Dorf Hacıhamza zwischen den Hochebenen Abdullah und Kargı ist wegen seiner regionalen Architektur interessant.

Çorum war auch während der seldschukischen und osmanischen Zeit eine bedeutende Siedlung. Die Ulu- Mosche wurde zur Zeit des seldschukischen Sultans Alaattin III. Keykubat erbaut. Die Kale-Moschee in der Festung von Çorum datiert in die osmanische Zeit. Auf den hohen Fenstern in der Westmauer ist eine Inschrift aus dem Jahre 1217 zu sehen.

Die Han-Moschee wurde in frühosmanischer Zeit erbaut und 1579 repariert und beeindruckt die Besucher immer noch mit ihrem architektonischen Stil. Besucher können viele kulinarische Köstlichkeiten geniessen, indem sie einige von Çorums traditionellen Gerichten probieren, wie z.B. geröstete Kichererbsen, zweifellos eine der lokalen Spezialitäten.

Hattuscha-Hauptstadt der Hethiter

Hattuscha, in der Nähe des modernen Boğazkale (früher Boğazköy genannt) in Çorum, war die Hauptstadt des hethitischen Reiches im Spätbronzezeitalter – eine Region in einer Schleife des Flusses Kızılırmak in Zentralanatolien. Die Archäologische Stätte Hattuscha enthält einige bemerkenswerte Elemente: die städtische Organisation, die Arten von Konstruktionen die erhalten wurden (Tempel, königliche Residenzen, Befestigungen), die reichen Verzierungen am Löwen- und Königstor, und ein Ensemble von Felsbildern bei Yazılıkaya. Die Stadt genoss beträchtlichen Einfluss in Anatolien und Nordsyrien im 2. Jahrtausend vor Christus.

Einst die Hauptstadt der Hethiter, einer der bedeutendsten Zivilisationen der Welt, nimmt Çorum einen besonderen Platz in der Geschichte ein und ist stolz, sein kulturelles Erbe heute mit Menschen aus der ganzen Welt zu teilen.