Aksaray Ein Zwischenstopp Auf Der Seidenstrasse

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Die erste Kultur um Aksaray enstand 8'000 Jahre vor Christus und war laut Aufzeichnungen die der Aşıklı. Auf dem Aşıklı Höyük befindet sich das älteste Dorf der Jungsteinzeit in Anatolien und im Nahen Osten.

Als ein wichtiges Zentrum des frühen Christentums war Aksaray die Heimat von Pionieren wie Basilius dem Grossen aus Caesarea (Kayseri) und von Gregor von Nazianz aus dem 4. Jahrhundert. In der Region wurden andere Ordensregeln aufgestellt als in Ägypten und Syrien.

Aksaray-Ihlara-Tal

Während sich die Mönche in Ägypten und Syrien vom Rest der Welt abgrenzten, strebten die Mönche unter Basilius und Gregor eine entsprechende Verbindung an. Geburtsort dieser neuen Ausrichtung war das Dorf Belisırma. Gregor lieferte eine neue Interpretation der Heiligen Dreifaltigkeit und eröffnete die Debatte um die Göttlichkeit von Christus. Seine Ideen setzten sich auf dem Konzil von İznik durch.

Er wurde als erster Erneuerer in der Geschichte des Christentums heiliggesprochen. Aus Stein gehauene Kirchen sind charakteristisch für die felsigen Regionen von Belisırma, Ihlara und Gelveri, wo Gregor einst lebte. Zahlreiche aus Stein gehauene Behausungen und Kirchen mit Fresken aus der Zeit des frühen Christentums sind im 14 Kilometer langen Ihlara-Tal zu finden; es ist eine der bedeutendsten touristischen Sehenswürdigkeiten der Gegend.

Aksaray-Manastır-Tal

Es wurde durch den Vulkan Hasan Dağı gebildet, nach dessen Ausbruch die Region von einer dicken Schicht Lavagestein bedeckt wurde. Dieselbe vulkanische Aktivität erzeugte so viel Druck und Hitze, dass der Kalkstein aufbrach und natürliche Thermalquellen entstanden.

Aksaray-Sultanhanı

Diese können in den Ziga Thermen (Kaplıcaları) zwischen der Stadt Ihlara und dem Dorf Yaprakhisar besucht werden. Durch die Eruptionen kam es ausserdem zu Tuffkalk-Ausstrichen, die durch Wind, Erosion und andere Naturphänomene geformt wurden und heute die geheimnisvollen und farbenfrohen Feenkamine bilden, die in der Stadt Selime und dem Dorf Yaprakhisar anzutreffen sind.

Die Wächter der Seidenstraße

Als im 11. Jahrhundert die Seldschuk- Türken in die Gegend kamen, hat man angefangen, Medresen, Derwisch- Häuser und Karawansereien zu bauen. Karawansereien waren Orientierungspunkte an der Seidenstrabe und bildeten ein wichtiges Element in der Architektur der Seldschuken.

Aksaray liegt zwischen Kayseri und Konya, zwei bedeutenden Städten an der Seidenstrabe aus der Zeit der Seldschuken, und war berühmt für seine Karawansereien, nach denen die Städte und Dörfer benannt sind, die sich um diese herum entwickelten. Ausserdem wurden hier die frühesten und grössten Beispiele von Sultansherbergen gebaut; sie übten einen starken Einfluss auf die seldschukische Architektur aus.

Aksaray-Historische-Häuser

Die Sultanhanı in Aksaray aus dem Jahr 1229 zeigt, dass die seldschukischen Karawansereien nicht nur Orte des Handels, der Sicherheit und der gegenseitigen Hilfe, sondern auch Kunstwerke selbst waren.

Aksaray ist eine der prächtigsten Städte in Kappadokien. Zu seinen Reichtümern gehören das Ihlara-Tal, heiße Thermen, unterschiedlichste Pilgerstätten, unterirdische Städte, der Salzsee (Tuzgölü), der Hasandağı-Berg und weitere antiken Städte und Kurorte.