Side Nationalpark Koprulu Kanyon

side-nationalpark-koprulu-kanyon

Der etwa 37 000 Hektar grosse Nationalpark Köprülü Kanyon ist mit seinen zahlreichen Zeugen antiker Zivilisationen, seiner reichhaltigen Tierund Pfl anzenwelt und seinem reissenden Wildbach der perfekte Ort für einen alle Sinne ansprechenden Ausfl ug in die Natur.

Das Grün der Zypressen und Pinienbäume vereint sich mit dem energievollen Grün des tosenden Köprü-Wildbaches, wodurch sich malerische Motive bieten, die es unbedingt fotografi sch zu verewigen gilt. Zum Nationalpark gelangen Sie, wenn Sie auf dem Weg von Antalya nach Manavgat der durch ein Waldgebiet führenden Strasse entlang dem Fluss in Richtung Taşağıl und Beşkonak nach Norden folgen.

Mit der ausserordentlich schönen Landschaft und den antiken Überresten ist der Park voll von Möglichkeiten für Aktivitäten in der Natur. Der antike Pfad, der von der Oluk-Brücke bis zum antiken Selge führt, bietet sich für Trekkingtouren geradezu an, während die tosenden Fluten des Köprü-Wildbaches sich zum Wildwasser- Kanufahren bestens eignen.

Sie können auch den Berg Dedegöl erklimmen und oben ihr Zelt aufschlagen. Der Köprü- Wildbach bietet sich an den ruhigeren Stellen aber auch zum Baden an und in den Restaurants an seinen Ufern können Sie köstliche Fischgerichte geniessen oder sich inmitten der unendlichen Weite der wundervollen Landschaft an einem Picknick erfreuen.

Der Nationalpark Köprülü Kanyon besteht eigentlich aus zwei Canons, deren Hänge mit zwei antike Brücken miteinander verbunden wurden: die Büğrüm-Brücke über das Flüsschen Kocadere und die Oluk-Brücke über das Flüsschen Köprü, dem der Nationalpark seinen Namen verdankt. Beide Brücken bestehen aus jeweils einem Bogen und sind eine Hinterlassenschaft der Römer. Die Oluk-Brücke wird heute noch genutzt. Die Überreste des antiken Pfades, der damals nach Selge führte, sind gleich hinter der Büğrüm-Brücke noch zu erkennen.

Der Pfad, der sich durch den Wald schlängelnd bis zur Stadt hinaufwindet, ähnelt stellenweise einer Treppe mit besonders fl achen Stufen. Neben der antiken Stadt Selge und den genannten Brücken sind im Nationalpark noch eine Kapelle, ein Aquädukt und ein Legionswachturm sehenswert.

Die Überreste der in das 6. Jahrhundert n. Chr. datierten Kapelle befi nden sich zwischen der Oluk- und der Büğrüm-Brücke an der Strasse nach Selge.

Der Wachturm steht etwa 700 Meter von der Oluk-Brücke entfernt am antiken Pfad, an einer über die Brücken und den Canon erhabenen Position. Hier kann man auch die Überreste des Aquäduktes erkennen, über das das zweistöckige Gebäude einst mit Wasser versorgt wurde.

Selge, Stadt der Lilien

Der 13 Kilometer lange Pfad von der Oluk-Brücke nach Selge führt vorbei an den Schönheiten des Nationalparks Köprülü Kanyon. Einst war die Stadt Selge wegen ihrer besonders schönen Aussicht, ihrer Lilien, zahlreichen Heilpfl anzen, weitläufi gen Wälder und ihres Weins eine berühmte Stadt, zu der die Reisenden und Händler stets einen Abstecher machten, wenn sie hier vorbeikamen.

Auch heute noch hat dieser Ort mit seiner atemberaubenden Aussicht und den interessanten, von der vergangenen Pracht zeugenden Überbleibseln seine Anziehungskraft nicht gänzlich verloren. Dem Geschichtsschreiber Strabon zufolge wurde Selge gegen das Ende des 2. Jahrtausends vor Chr. durch die Dorier gegründet. Zu einer zweiten Siedlungswelle kam es im 7. Jahrhundert v. Chr., als sich hier Siedler von der Insel Rhodos niederliessen.

Selge war die erste Stadt Pisidiens, die eigene Münzen prägte. Deshalb stammen auch die ältesten fundierten Kenntnisse über die Geschichte dieser Stadt von Münzen aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. Die einst geschäftige und wohlhabende Stadt, die über zwei Agoren verfügte, erlebte in der spätrömischen Zeit einen wirtschaftlichen Abschwung, in dessen Folge sie an Bedeutung und Einfl uss verlor und schliesslich ganz aufgegeben wurde.

Die Überreste der antiken Stadt sind heute verwoben mit der Siedlung des Dorfes Altınkaya. Bei der Ankunft fallen einem zunächst die Überreste der Stadtmauern auf, die das kriegerische Volk von Selge zum Schutze der Stadt errichtete.

Das Theater, einst Zentrum des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens, ist neben dem Zeustempel, den Agoren, einer Säulenstrasse, einem Badehaus, Zisternen und Basiliken ein weiteres bemerkenswertes Überbleibsel der einst prächtigen Stadt.

Anreise

Nachdem Sie auf dem Landweg, zu Wasser oder aus der Luft in Antalya angereist sind, erreichen Sie Side von hier aus nach einer 70 Kilometer langen Autofahrt in Richtung Alanya und Manavgat. Sie können allerdings auch von Manavgat aus nach Side reisen; von hier aus ist Side nur sieben Kilometer entfernt. Von Manavgat aus können Sie mit dem Sammeltaxi bequem die natürlichen und historischen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung, wie Side, Sorgun und den Wasserfall von Manavgat, erreichen.

Der Ortskern von Side und die antiken Stätten und Siedlungsgebiete auf der historischen Halbinsel sind ohne weiteres zu Fuss zu erreichen; für all jene, die nicht gerne in der Sommerhitze spazieren, gibt es ausserdem die Möglichkeit, die Strassenbahn zu benutzen.

Unterkunft

Die Ortschaften Kumköy, Sorgun und Titreyen Göl rund um Side verfügen über zahlreiche attraktive Hotels mitten im Grünen. Neben diesen Hotels runden zahlreiche Motels, Pensionen, Feriendörfer und Apart-Hotels das reichhaltige Angebot an Unterkünften in Side und Umgebung ab.

Was Sie unbedingt tun sollten.
Bevor Sie nicht...
* die Pracht der Säulen des Apollotempels im Farbenspiel der untergehenden Sonne bewundert,
* das Museum von Side mit einer der reichsten Sammlung archäologischer Exponate der Türkei besucht,
* den Wasserfall von Manavgat und den Nationalpark Köprülü Kanyon besucht und in den reissenden Fluten Rafting gemacht,
* im Taurusgebirge inmitten einer von bunten Blüten geprägten Landschaft eine Trekking-Tour, eine Bergwanderung oder eine Jeepsafari unternommen,
* im türkisfarbenen Mittelmeer gebadet, getaucht oder an einer Bootstour teilgenommen,
* in einem der Restaurants mit Meerblick von den Köstlichkeiten der Region probiert haben,
...sollten Sie Side auf keinen Fall den Rücken kehren.