Cesme Museum

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Die Festung von Çeşme beherbergt noch einen weiteren kulturellen Schatz: Hier befinden sich die Räumlichkeiten des Archäologiemuseums von Çeşme. Zahlreiche archäologisch und völkerkundlich relevante Exponate aus Ausgrabungen in Ildırı (Erythrai), Çeşme und Alaçatı sind hier zu sehen. In einem Saal des Museums werden Artefakte von in Schlachten gesunkenen Schiffen sowie Dokumente dieser Schlachten ausgestellt, dazu gehören auch Reproduktionen berühmter Maler. In einem weiteren Saal sind Stücke aus Marmor und Objekte aus gebranntem Ton zu bewundern, die zusammen mit der Burg von Çeşme ein historisches Gesamtbild bilden.

Karawanserei

Die Karawanserei von Çeşme wurde 1528 auf Veranlassung des Sultans Süleyman des Prächtigen errichtet. Zur osmanischen Zeit wurde sie insbesondere von fremden Händlern als Unterkunft und Lager für ihre Handelswaren genutzt. Heute wird das Gebäude unter anderem als Hotel gebraucht. Neben authentischen Unterkünften verfügt die Karawanserei ausserdem über Nachtclubs und die Möglichkeit, erlesene handgewebte Teppiche und Lederbekleidung zu kaufen.

Moscheen

Alle Moscheen in Çeşme stammen aus dem 19. Jahrhundert. Diese architektonisch einander meist ähnelnden Gotteshäuser werden ausnahmslos noch genutzt. Die älteste unter ihnen ist vermutlich die 1827 erbaute Hacı Memiş Ağa Moschee. Diese verfügt über einen länglichen, rechteckigen Querschnitt, die Mauern wurden aus aufgehäuften Steinen errichtet. Das Dach der Moschee ist mit Ziegeln gedeckt, ihr Minarett wurde aus Steinblöcken erbaut und verfügt über nur einen Balkon. Die aus Holz gefertigte Kanzel zeigt Darstellungen von Pflanzen sowie typische geometrische Motive.

Die 1842 erbaute Hacı Mehmet Ağa Moschee verfügt über einen ähnlichen Grundriss. Die 1835 erbaute Moschee, die nach ihrem Auftraggeber Osman Ağa Moschee genannt wird, wurde hingegen durch die Anhäufung von Bruchsteinen errichtet. Die Memiş Ağa Moschee von Alaçatı wird anhand der hier zu findenden Grabsteine ebenfalls in das 19. Jahrhundert datiert. Diese Moschee, deren Grundriss von demjenigen der anderen Moscheen abweicht, wurde auf achteckigen Säulenstümpfen errichtet. Ihr Minarett besteht aus Steinblöcken und ist ebenfalls einbalkonig.

Haralambos-Kirche

Die Haralambos-Kirche wurde vermutlich im 19. Jahrhundert errichtet; sie verfügt über drei Kirchenschiffe und ist zweistöckig. In ihren Mauern aus aufgehäuftem Steinwerk finden heute unterschiedliche kulturelle Aktivitäten und Veranstaltungen statt.

Trinkbrunnen

Diese Bauten sind ein wichtiger Bestandteil der türkischen Architektur. Seit Jahrhunderten schmücken sie als feste Bestandteile des alltäglichen Dorf- und Stadtlebens Anatoliens Strassen und Plätze. Die insbesondere um das Jahr 1800 von reichen Kaufleuten in Çeşme erbauten Trinkbrunnen haben auch zur Namensbildung der Halbinsel beigetragen.

Neben anderen Beispielen osmanischer Architektur können Sie die Trinkbrunnen, die uns über Jahrhunderte hinweg an die Namen ihrer Stifter erinnern, an zahlreichen Ecken in Çeşme antreffen. Der Kabadayı-Brunnen, der Maraş-Brunnen, der Kandıra-Brunnen und zahlreiche weitere Beispiele authentischer Architektur sind allgegenwärtige Bestandteile des historischen Stadtbilds von Çeşme.

WAS SIE UNBEDINGT MACHEN SOLLTEN
Bevor sie nicht
• in den Thermalquellen von Ilıca und Şifne gebadet haben,
• an den feinen und natürlichen Sandstränden ins Meer gegangen sind,
• in Alaçatı auf den Wellen geritten sind,
• die berühmte Burg von Çeşme besucht haben,
• die Trinkbrunnen und Moscheen aus osmanischer Zeit bewundert haben,
• die Meeresfrüchte, Kumru-Sandwiches und Harzmarmelade gekostet haben,
sollten Sie Çeşme nicht den Rücken kehren.