Kappadokien Die Kirche

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Die Architektur und die Fresken der Tokalı Kirche, des Mönchs- und Nonnenklosters, der Sankt Basil Kapelle, der Elmalı Kirche, der Yılanlı Kirche, der Karanlık und der Çarıklı Kirche sind lebendige Zeugen jener Zeit. Es wird davon ausgegangen, dass das Gebiet um Göreme zur Zeit der Römer als Nekropole der Bewohner von Avanos (Venessa) verwendet wurde. Das Dorf Çavuşin, 2 Kilometer von Göreme entfernt, ist eines der ältesten Siedlungsgebiete der Region.

Die Çavuşin Kirche wurde in den Jahren 964–965 erbaut; ihre Fresken zeigen biblische Motive und die Passion Christi. Der Ort Zelve zeichnet sich neben der architektonischen Ästhetik seiner Kirche durch die Paşabağları-Schlucht und die Sankt Simeon Kammer als eine der bedeutenden Ortschaften Kappadokiens aus. In dem in Zentralkappadokien, 20 Kilometer von Nevşehir entfernt gelegenen Ürgüp sind insbesondere die Sankta Theodora (Tağar) Kirche und die Pancarlık Kirche mit ihren prächtigen Fresken sehenswert.

Das interessanteste Bauwerk im 6 Kilometer von Ürgüp entfernten Ortahisar ist zweifellos die hier gelegene Festung von Ortahisar, die einst von grosser strategischer Bedeutung war. Rund um die Burg angeordnet finden sich zahlreiche Beispiele ziviler Baukunst Kappadokiens; im Westen liegt die bekannte Üzümlü Kirche. Das sechs Kilometer südlich von Ürgüp gelegene Mustafapaşa ist ein Ort, wo Türken und Griechen bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts gemeinsam lebten.

Hier sind die alten griechischen Häuser mit ihren reichen, in den Stein gehauenen Verzierungen besonders zu erwähnen. In der antiken Stadt Sobesos, die sich beim Dorf Şahinefendi, 30 Kilometer von Ürgüp entfernt in Richtung Soğanlı befindet, brachten Ausgrabungen einen antiken Ratssaal und einen Bäderkomplex vollständig wieder ans Tageslicht. Das Ratsgebäude, dessen Fläche ca. 400 Quadratmetern betrug, umfasste drei Räume: einen grossen, mit Mosaiken verzierten Saal mit Säulen sowie zwei weitere Räume: der eine mit Mosaiken geschmückt und der andere als Grabkammer genutzt. Die unterirdische Stadt Tatlarin - zwei seiner Stockwerke stehen zur Besichtigung offen - befindet sich zehn Kilometer nördlich der Ortschaft Acıgöl bei Nevşehir.

Wegen der grossen Anzahl Kirchen gehen die Archäologen davon aus, dass Tatlarin über seine Eigenschaft als zivile Siedlung hinaus eine militärische oder religiöse Einrichtung (Garnisonsstandort oder Klosterstadt) war. Die Kirche von Tatlarin wartet mit besonders gut erhaltenen Fresken auf. Die zahlreichen Wohnstätten und Kirchen der bedeutenden Ruinenstätte von Açıksaray werden in das 9.-10. Jahrhundert datiert.

Darüber hinaus ist Açıksaray der einzige Ort, wo die ungewohnt geformten, pilzförmigen Feenkamine anzutreffen sind. In der Provinz Kayseri ist besonders die im Gebiet Yeşilhisar gelegene Soğanlı-Schlucht mit den Kirchen Karabaş, Kubbeli und Sankta Barbara (Tahtalı) mit ihren besonderen Bauweisen und Fresken zu erwähnen.

Die Alte Gümüş Kirche ist eine acht Kilometer nordöstlich von Niğde in der Ortschaft Gümüşler gelegene Felsenklosterkirche. Die Fresken dieses Bauwerks sind äusserst detailliert und aufwendig gearbeitet. Darüber hinaus sind die unterirdischen Städte von Kavlaktepe, Pertek, Konaklı, Bağlama und Kayırlı sowie die Kirchen Yeşilyurt, Akdaş und Andabalis für christliche Gläubige bedeutende Pilgerstätten.

Die antike Stadt Tyana (aus römischer Zeit), die Burg von Niğde, die Ak Medresse und die Ulukışla Öksüz Mehmet Pascha Karawanserei (aus der osmanischen Zeit) sind unbedingt sehenswert.

Dir Kirchen Üçayak, Derefakılı, Aflak und Aksaklı sind allesamt in der Region Kırşehir in den Fels gebaute, historische Gotte shäuser. Die unterirdischen Siedlungsstätten von Kappadokien lösen heute noch Bewunderung aus. Unter ihnen sind die Städte Kaymaklı, Derinkuyu, Mazı, Özkonak und Tatlarin besonders bewundernswert.

Die Städte Mucur, Dulkadirli, İnlimurat, Kümbetaltı und Kepez wurden in einer besonders eindrucksvollen Bauweise errichtet; seit dem Abschluss der Restaurationsarbeiten stehen sie den Besuchern offen.